Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) im Rhein-Kreis wird 20 Jahre alt. Seit seiner Gründung versteht sich der Verband als Interessenvertretung der Zweiradfahrer und Mittler auch zur Politik. Und längst ist der ADFC auch überregional vernetzt.
Ein falscher Hinweis schickt Radler links herum in einen Kreisverkehr, ein defekter Unterbau lässt einen Weg bei Regen im Wasser versinken, ein Altglas-Container erschwert Menschen auf dem "Drahtesel" die Fahrt – die Mängelliste ist lang, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Rhein-Kreis Neuss im Internet angelegt hat.
Der Auftritt auf der weltweiten Datenautobahn zeigt, wie sehr sich das Bild des Verbands seit der Gründung vor nunmehr 20 Jahren geändert hat. Die bloße Radtour ins Grüne reicht den Aktivposten schon längst nicht mehr.
Der ADFC-Kreisverband entstand 1991 an einem vielsagenden Ort, und zwar im evangelischen Gemeindezentrum "Die Brücke" in Kaarst. Und eine Brücke möchte die Interessenvertretung der Zweiradfreunde auch bauen – zwischen den acht Ortsgruppen an Rhein, Erft und Gillbach genauso wie zu Landesverband, Politik, Verwaltung und Presse. Mittlerweile knapp 1300 Mitglieder zählt der ADFC zwischen Meerbusch und Rommerskirchen, Tendenz steigend.
Der ADFC feiert
Sein 20-jähriges Bestehen feiert der ADFC am Sonntag, 17. Juli, ab 11 Uhr im Kreishaus an der Ober-straße in Neuss. Die Schirmherrschaft hat Landrat Hans-Jürgen Petrauschke übernommen. Es gibt Kunst zum Thema "Fahrrad" zu sehen und zu hören. Vor der Tür stehen Pedelecs zur Probefahrt bereit. Eine Ausstellung dokumentiert die ADFC-Geschichte
Im Vorstand sitzen Reinhold Uebbing, Heribert Adamsky, Hans-Joachim Engelbrecht, Jobst Böse und Wilfried Nöller. "An der Frauenquote arbeiten wir noch", heißt es augenzwinkernd. Dass die (über)-regionale Zusammenarbeit im Lauf der Zeit immer wichtiger geworden ist, ist Heribert Adamsky schon länger aufgefallen. So trafen sich die ADFC-Ortsgruppen kürzlich zum ersten Mal zum gemeinsamen "Anradeln" an der Neusser Skihalle.
"Das hat richtig Spaß gemacht", berichtet der stellvertretende Kreisvorsitzende. Die Teilnahme an einer Fahrrad-Sternfahrt zum Düsseldorfer Landtag ("eine Demo für mehr Fahrradfreundlichkeit") erwähnt Adamsky genauso gern wie die mit dem Kreisverband Krefeld/Viersen herausgegebene Zeitschrift "Rad am Niederrhein".
Nach Kräften unterstützt der ADFC die landesweite Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit", die das Radeln im Alltag fördern soll. Dass die ADFCler gern gesehene Gäste im Kreisnahverkehrsausschuss sind, verschweigt Adamsky ebenso wenig wie die Mitarbeit in den städtischen Radverkehr-Arbeitsgruppen in Neuss und Grevenbroich, bei denen es nicht zuletzt um die Sicherheit geht. Und dass die Ortsgruppen im Kreisverband nach den Kollegen in Münster das größte Tourenprogramm aller Fahrrad-Clubs in NRW auf die Beine stellten, sei ebenso ein Pluspunkt.
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