Polizeiautos in NRW: (NGZ). Der Innenminister des Landes plant bei der Zuteilung der nächsten Leasingrate, aus Kostengründen alle Polizeiautos mit dem NRW-Kennzeichen auszustatten. Gleichzeitig sollen auch alle Fahrzeuge bei demselben Straßenverkehrsamt angemeldet werden. Das bringt Ersparnisse bei der Sammelanmeldung, und der Einsatz der Fahrzeuge in den einzelnen Kreisgebieten wird dadurch flexibler.
Dr. Alexander Schink, Hauptgeschäftsführer der Landkreistages NRW, fürchtet um die Bürgernähe der Polizei: „Der regionale Bezug geht verloren. Viele Menschen, gewohnt an eine bürgernahe Polizei vor Ort, werden verunsichert.“ Dem wiederspricht der Sprecher der Polizei im Rhein-Kreis: „Wir sehen da kein Problem. Die Menschen orientieren sich nicht am Kennzeichen.
Der Bürger orientiert sich am Blaulicht und der grün-silbernen Farbe der Polizeiautos“, sagt er. „Außerdem ist jeder froh, wenn ihm geholfen wird, egal ob die Polizei in dieser Situation aus Krefeld oder Neuss kommt“, fügt der Sprecher hinzu.
Eine andere Überlegung ist in den Augen Schinks jedoch nicht von der Hand zu weisen: „Ich hoffe nicht, dass auf diese Weise der Weg geebnet wird, die 49 Kreispolizeibehörden in NRW abzuschaffen.“ Entsprechende Überlegungen, die Polizeibehörden in fünf Mammut-Ämtern zu bündeln, waren im Landtag immer wieder laut geworden.
Das Konzept „Landrat als Chef der Polizeibehörde“ habe sich aber bewährt, so Schink. Eine anonyme Behörde, zuständig für Millionen Bürger, könne doch gar nicht wissen, wie die jeweiligen Gegebenheiten fernab in den Kreisen sind, betont Schink. Die Entscheidung sei abzuwarten.
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