Rhein-Kreis Neuss (NGZO). Glehn „Wir wollen in die Champions League“ - auch wenn sich derzeit fast alles um Fußball dreht, hier spricht kein Trainer, sondern ein Finanz- und Anlageexperte: Gerd Bennewirtz, Chef der SJB FondsSkyline in Glehn, will sein 1989 gegründetes Unternehmen strategisch neu aufstellen.
Das Ziel: ein Fünf-Sterne-Modell für Fondsdienstleistungen. Wer dabei an Hotel-Komfort vom Feinsten denkt, liegt nicht falsch: Um sich im Wettbewerb mit den zahlreichen Akteuren im Fondsgeschäft ganz oben zu platzieren, setzt Bennewirtz auf individuelle Kundenansprache und persönlichen Service.
„Davon sprechen zwar viele, aber kaum einer setzt es um“, so der SJB-Chef, der für sein Konzept die 45-köpfige Mannschaft in den Geschäftsräumen an der Bachstraße in Glehn verstärkt hat - und noch weiter verstärken will.
Im Herbst soll die Zahl der Mitarbeiter auf 50 aufgestockt werden. Bennewirtz: „Unser Team wird damit internationaler. Wir sind attraktiv für junge Leute von der Uni, aber auch für erfahrene Mitarbeiter großer Player.“
Gerade erst wurde der Wechsel eines Fondsmanagers von New York nach Glehn besprochen. Gefragt sind dabei nicht nur Anlageexperten, sondern auch Kommunikationsfachleute und sogar Kräfte aus dem Hotelfach.
„Bei SJB soll es zum Beispiel keine Standardanschreiben mehr geben, wir wollen die Kunden so erreichen, wie sie es sich wünschen.“ Dabei geht es um mehr als simplen Briefwechsel: Wenn zum Beispiel spezielle Darstellungen von Daten und Fakten zur Performance von Aktienkursen oder Depots gefragt sind, soll der Kunde diese auch bekommen.
Ein anderes Beispiel: „Ältere Menschen sind als Zielgruppe zwar entdeckt, werden in der Kundenbindung aber nicht ernst genommen“, sagt Bennewirtz. SJB reagiere darauf zum Beispiel mit einem Hol- und Bring-Service, der von älteren Menschen gern genutzt werde.
In Vorbereitung: Wartebereiche in den Geschäftsräumen, in denen nicht nur - wie üblich - Zeitungen ausliegen, sondern in denen eine für die jeweiligen Kunden passende, angenehme Atmosphäre geschaffen wird. „Das geht bis hin zur Musik nach den persönlichen Vorlieben, wenn denn die entsprechenden Daten bei uns hinterlegt sind“, so Bennewirtz - Hotel-Komfort eben.
Wohlbefinden und Service sieht er angesichts der Konkurrenzssituation auf dem Markt der Finanzdienstleister als gleichwertig neben der kompetenten Beratung. Und diesem Bereich bleibt SJB FondsSkyline der Unternehmensphilosophie treu: langfristig und antizyklisch investieren.
Derzeit betreut das Unternehmen über 5000 Mandate von Kunden, die im Kern der Zielgruppe Unternehmer und Führungskräfte zuzuordnen sind. Rund 80 Prozent kommen aus dem Postleitzahlgebiet vier und fünf. In den nächsten Jahren könnten Filialen in anderen Regionen Deutschlands dafür sorgen, dass der Kundenstamm auch bundesweit wächst.
„Ob wir der der richtige Partner sind und ob Kunden zu uns passen, ist letztlich eine Philosophiefrage“, so Bennewirtz. SJB FondsSkyline stehe nicht für schnelle Wechsel im Depot und unstete Anlagestrategien.
Kontinuität ist das Stichwort für den SJB-Chef, sowohl in der Anlagestrategie also in der Beratungsleistung: „Wer sich damit identifizieren kann, ist bei uns richtig.“ Vom 50-Euro-Sparvertrag bis zum Millionen-Depots sei bei der SJB FondsSkyline alles vertreten.
Die von Glehn aus betreuten Vermögenswerte definiert Bennewirtz derzeit „oberhalb von 300 Millionen Euro“. Das Ziel: „In fünf Jahren wollen wir bei über einer Milliarde Euro liegen.“
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