Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Rhein-Kreis Neuss Bei gutem Wetter kitzelt’s einem in der Nase. Der Hunger meldet sich. Der Bauch verlangt nach über der Glut gegarten saftigen Steaks und knusprigen Würstchen. Also raus ins Grüne, Feuerchen machen, Grillgut aufs Rost. Fertig. Lecker! - Nein. Denn das Zündeln in freier Natur ist in Bahnen gelenkt - und die führen den Grillfreund im Rhein-Kreis Neuss zu öffentlichen Grillplätzen und gut ausgestatteten urigen Grillhütten.
Ob am Jröne Meerke in Neuss, im Grevenbroicher Bend, am Mühlenbusch oder in Raderbroich: In vielen Kommunen im Rhein-Kreis gibt es öffentliche Grillstätten, die nach Voranmeldung und gegen Entgelt genutzt werden können.
Gemütlich und gut ausgelastet
Dagmar Steinkamp ist bei der Rommerskirchener Gemeindeverwaltung für die Grillhütte am Fronhof in Frixheim verantwortlich. „Die ist sehr gemütlich“, schwärmt sie und erzählt, dass die Hütte es zu überregionaler Bekanntheit gebracht habe. „Die Polizei aus Krefeld war auch schon da“, sagt Dagmar Steinkamp. Und das sogar mehrfach. Den Ordnungshütern gefällt’s: „Die sind immer ganz begeistert.“ Kein Wunder: Die Hütte verfügt auch über eine Theke samt Kühlschrank. Vermietet wird bis Mitte November.
Gut ausgelastet sind auch die beiden öffentlichen Grillplätze der Stadt Neuss. „Viele Leute rufen schon sehr früh im Jahr an“, weiß Gabriele von den Driesch. Im Grünflächenamt werden die Termine vergeben - und das mitunter auch schon ein Jahr im voraus. Per Post flattern die entsprechenden Vereinbarungen ins Haus.
Unterschiedliche Gebühren
Die Kosten für das Grillen am Südpark oder am Jröne Meerke (dort händigt die Parkaufsicht des Grünflächenamtes den Schlüssel aus) sind im Vergleich deutlich günstiger als anderswo. Die Neusser berechnen nach der Zahl der Interessenten: Zwölf Euro werden fällig für einzelne Nutzer und Gruppen bis 49 Personen, steigt ihre Zahl auf 99, so müssen 25 Euro berappt werden, ab 100 Personen sind 50 Euro fällig.
In Dormagen gibt’s Vergünstigungen für Dormagener Bürger, während Auswärtige etwas mehr auslegen müssen, um in den Grillhütten im Tannenbusch und am Sportplatz in Hackenbroich ihrem Hobby zu frönen.
Wer diese Hütten mietet, kann auf das vorhandene Geschirr und Besteck zurückgreifen. „Die Tannenbusch-Hütte wird sehr stark beansprucht“, erinnert Ellen Peterburs, Leiterin des Tannenbuschs, daran, dort rechtzeitig einen Termin zu reservieren. Frei und ohne Voranmeldung zugänglich ist hingegen die Grillstätte am Sportplatz in Zons, Hier gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Keine Kompromisse macht man indessen in Korschenbroich. Am Raderbroicher Spielplatz gibt es eine Feuerstelle. „Die dürfen aber nur Korschenbroicher Bürger benutzen“, betont Manuela Sammel, Mitarbeiterin im Tiefbauamt, auf Nachfrage der Neuß-Grevenbroicher Zeitung und verweist auf entsprechende Vorgaben. Wer in Raderbroich grillen möchte, muss sich beim Tiefbauamt anmelden und die gesamte Ausstattung zudem selbst mitbringen.
Ein Schwenkgrill im Freien, eine Grillstelle im Innern: Die Grillhütte im Grevenbroicher Bend ist beliebt und dementsprechend häufig belegt. „Während der Wochenenden an fast jeden Tag“, blickt Christoph Müller vom Fachbereich Bauen, Garten und Umwelt auf die Buchungsliste. Besonders Schulklassen und Kindergärten kämen gerne dorthin, berichtet er.
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