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Informations-Forum „Neue Wege in der Behandlung von Brustkrebs": Früherkennung rettet Leben

zuletzt aktualisiert: 07.10.2004 - 22:33

Informations-Forum „Neue Wege in der Behandlung von Brustkrebs" (NGZ). Die Zahlen sind erschreckend: Täglich sterben in Deutschland 53 an Brustkrebs erkrankte Frauen, und pro Jahr kommen rund 50 000 Neuerkrankungen dazu. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion zum Thema Brustkrebs (v.l.): Dr. Richard Leblanc, Marcel Bea, Josi Henrad, Dr. Edgar Harms, Friedel Geuenich und Ruth Wiedner. NGZ-Foto: H. Jazyk

„Brustkrebs ist eine Herausforderung und ein sensibles Thema“, so Friedel Geuenich, Leiter der Barmer-Geschäftsstelle Mönchengladbach, anlässlich der Begrüßung zum Informations-Forum „Neue Wege in der Behandlung von Brustkrebs - informieren, mitreden, bewusst handeln“ im Alten Schloss in Grevenbroich. Welcher Stellenwert diesem Thema zukommt, machte das zahlreich erschienene Publikum deutlich. Daran erinnerte auch Bernd Kebbekus, Regional-Geschäftsführer der Barmer. Er fordert: „Wir müssen auf die Politik Druck ausüben“.

Denn nur Früherkennung rettet Leben. Aber diese muss bezahlt werden. Ebenso wichtig ist die Teilnahme an den Vorsorgemaßnahmen. Hier müssen die Frauen mitziehen. Bisher nehmen nur 50 Prozent an der Vorsorge teil. Das ist fahrlässig, denn „Brustkrebs ist heilbar“, erinnert Ruth Wiedner. Die NGZ-Redakteurin, die sich für Gesundheitsthemen engagiert, führte kompetent durch das von der Barmer, dem Kreiskrankenhaus Grevenbroich und der Frauenselbsthilfe nach Krebs, Grevenbroich, veranstaltete Info-Forum. Auch Dr. Edgar Harms nahm an dieser Expertenrunde teil.

Der Chefarzt der Gynäkologie des Kreiskrankenhauses Grevenbroich verwies auf neue Therapie-Wege und das als Vorreiter geltende Netzwerk für Brustkrebserkrankungen im Rhein-Kreis. Auch Marcel Bea, Barmer Ersatzkasse, hob diese gut funktionierende Vernetzung hervor und betonte: „Es tut sich sehr viel.“ Bea betreut in einer Versorgungskommission das Disease Management Programm (DMP) für Brust, das Betroffene begleiten will. Aber geholfen werden kann nur nach einer rechtzeitigen Diagnose.

Dr. Richard Le-blanc, Gynäkologe in Grevenbroich, machte anhand von Beispielen deutlich, wie wichtig Vorsorge und Selbsterkennung sind. Unter anderem soll regelmäßiges Mammographie-Screening, das vielleicht ab Ende 2005 bezuschusst wird, dazu beitragen, diese in der Todesstatistik an zweiter Stelle stehende Krankheit in den Griff zu bekommen. Allerdings fruchtet diese Maßnahme nur, wenn die Vorsorge-Angebote wahrgenommen werden. Aber auch an Krebs erkrankte Frauen erfahren Unterstützung.

„Wir möchten auffangen, informieren, begleiten“, gibt Josi Henrad in der Podiumsrunde zu verstehen. Die stellvertretende Gruppenleiterin der Frauenselbsthilfe nach Krebs Grevenbroich, weiß um die sich nach der Diagnose Krebs einstellenden Ängste: „In dieser Situation ist es hilfreich, wenn jemand zur Seite steht, der gleichermaßen betroffen ist“. Während der 14-tägig stattfindenden Gruppennachmittage im Auerbachhaus kommt es zum Erfahrungsaustausch. Diesen suchten auch viele der Anwesenden, die im Anschluss an die Experten-Runde an der lebhaften Diskussion teilnahmen. Hier wurde der physische Druck der Erkrankten und die Bedeutung des medizinischen und seelischen Beistands deutlich. mog

Quelle: NGZ


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