Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Rhein-Kreis Neuss (NGZ) Auf den Straßen in NRW sollen nach den Plänen von Verkehrsminister Oliver Wittke demnächst Riesen-Lkw mit einer Länge von mehr als 25 Meter und 60 Tonnen Gewicht zugelassen werden.
Dazu erklären Oliver Keymis MdL, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, und Erhard Demmer, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Neuss: „Diese Monster-Trucks werden die Straßen in NRW, und so auch die im Rhein-Kreis Neuss, platt walzen.“ „Der Lkw-Wahnsinn bekommt eine neue Dimension“, fügt Keymis hinzu.
Das sieht Demmer genauso. Er erinnert daran, dass der Lastwagen-Verkehr auf allen Straßen des Rhein-Kreises im vergangenen Jahrzehnt nahezu explodiert sei und befürchtet, dass die Verkehrspolitik des Landes nach dem Motto „Straße vor Schiene, privat vor Staat“ in die Verkehrskatastrophe münden werde.
Vorteile gebe es nur für die großen Spediteure. „Sie sparen Arbeitsplätze, Mautgebühren und Steuern ein, und die Straßen- und Brückenschäden durch die 60-Tonnen-Ungetüme zahlen die Steuerzahler“, meint Demmer.
Auch die Bemühungen um eine Verlagerung des dichten Lkw-Verkehrs im Rhein-Kreis, Stichwort „Eiserner Rhein“, werden konterkariert.“ Keymis betont zudem die mangelnde Sicherheitsabwägung des Wittke-Plans. „Wenn ein solcher Panzer ungebremst in ein Stau-Ende rast, werden wir eine Katastrophe in bislang nicht bekannter Dimension erleben.
Solche Giga-Liner gehören schon aus Sicherheitsgründen nicht auf die Straßen. Es ist unsinnig, gefährliche Autobahnstrecken wie den Neusser Ring mit hohem finanziellen Aufwand zu entschärfen, gleichzeitig aber das Sicherheitsrisiko fahrlässig zu erhöhen.“
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