Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Rhein-Kreis Neuss Auch die dritte Auflage des Renaissance-Festes in der Parkanlage sowie in den Gebäudekomplexen von Schloss Dyck war ein Erfolg: Zwischen 9 000 und 10 000 Besucher kamen an Christi Himmelfahrt sowie am Wochenende zu dem großen Gartenfest.
„Bei diesem schlechten Wetter bin ich mit den Besucherzahlen mehr als zufrieden“, so Organisator Richard Röhrhoff, Geschäftsführer der „Burg Satzvey Entertainment GmbH“.
Tatsächlich gelang es den Veranstaltern, die Besucher förmlich in die mittelalterlichen Zeiten hineinzuversetzen und sie sogar das regnerisch-kühle Wetter fast vergessen zu lassen. Handwerker und Händler aus ganz Deutschland boten an rund 70 Marktständen Leckereien, Schmuck und Alltagsgegenstände an, die das Herz eines jeden Mittelalter-Fans höher schlagen ließen.
Ob Trinkhörner, prächtige Gewänder oder vor den Augen der Schaulustigen gefertigter Silberschmuck - kaum ein Wunsch blieb unerfüllt. Beim Axtwerfen und Bogenschießen auf den Schlosswiesen konnten die Besucher dann selbst ihre ritterlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Mehrmals am Tag zeigten die Profis aber auch, wie es richtig geht: Bis zu 40 Kämpfer prügelten bei den aufwendig inszenierten Schwertkämpfen nach allen Regeln mittelalterlicher Kampfkunst aufeinander ein. Die Kinder konnten sich gar hoch zu Ross duellieren: Für den Nachwuchs gab’s ein Ritterturnier mit umgehängten Stoffpferden und weichen Lanzen.
Zudem konnten die Kinder sich selbst an alten Handwerken versuchen: Die Webbretter im großen Zelt von Anita Pitzler waren begehrt. Außerdem durften die Mädchen Haarkränze aus bunten Bändern flechten und sich einmal selbst wie kleine Burgfräulein fühlen.
„Mir ist es wichtig, den Kindern mit Spaß und Erfolgserlebnissen altes Handwerk zu vermitteln“, betont Pitzler, die aus Kaiserslautern zum Dycker Schloss gekommen war. „Außerdem bietet das Angebot den Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder für eine Weile hier zu lassen und einmal alleine über diese wunderschöne Anlage zu spazieren.“
Auf der Wiese des Ritterlagers unterhielten derweil die Musikgruppen „Spectaculatius“ aus Euskirchen sowie „Vivus temporis“ aus Dresden mit mal eher rockigen Klängen und mal eher lustig-frechen Gesängen ihr Publikum, dessen guter Stimmung auch der recht matschige Zustand der Wiese nichts anhaben konnte.
Ein Angebot zum Zuhören gab es auch im Zelt von „Fabulix“: Die Märchenerzählerin fesselte mit ihren spannenden Geschichten und ihrem mitreißenden Vortrag sowohl die kleinen, als auch die großen Gäste.
Der Unterhaltung ihrer Zuhörer verschrieben hatten sich auch die Clowns, Artisten und Zauberer des „Teatro Aurora“, die, wie sämtliche Mitwirkenden prächtig mittelalterlich kostümiert, über die Anlage zogen.
Bei der Wahl ihrer Erinnerungsstücke hatten die Besucher bei der großen Angebotsvielfalt dann auch die Qual der Wahl: Während sich viele eher klassisch für die Ritterausrüstung mit Holzschwert und bemaltem Schild entschieden, hatte auch so manch ein Gast auf dem Rückweg das eigene Porträt in Öl unter dem Arm klemmen.
„Die Leute werden bei diesem Programm nicht überladen, sie können sich in Ruhe umschauen und finden immer wieder Punkte, an denen sie zusehen oder auch selbst aktiv werden können“, bilanzierte Richard Röhrhoff zufrieden.
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