Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Rhein-Kreis Neuss (NGZ) Die Kreise in Nordrhein-Westfalen unterstützen die Absicht der Landesregierung, das System der Kindergartenfinanzierung zu modernisieren.
Ausdrücklich begrüßen sie dabei die Dialog-Bereitschaft von Familienminister Armin Laschet.
Dies erklärte am Montag der Landkreistag.
Laschets Ministerium hatte zugesagt, sich mit den fachlichen Anregungen und vor allem auch den finanziellen Sorgen der Kommunen wegen der geplanten Gesetzesänderungen bei der Kinderbetreuung auseinander zu setzen.
„Angesichts der bundesweiten Diskussion um beitragsfreie Kindergärten geht der Verweis des Landes, die Kommunen könnten zum Ausgleich wegfallender Landesmittel die Elternbeiträge erhöhen, in die falsche Richtung“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags Nordrhein-Westfalen (LKT NRW), Dr. Martin Klein, in Düsseldorf.
„Die Betreuung unserer Kinder muss eine gemeinschaftlich finanzierte Aufgabe von Land, Kommunen und den jeweiligen Trägern bleiben.“
Für das nächste Jahr ist eine grundsätzliche Novelle des „Gesetzes über Tageseinrichtungen“ (GTK) geplant, zu der aktuell intensive Gespräche mit dem Land geführt werden.
Die Novelle sieht unter anderem vor, Betreuungsangebote für Unter-Dreijährige und die Sprachförderung auszubauen.
Generell soll ein stärkerer Fokus auf vorschulische Bildungsangebote gelegt werden.
Der Schlüssel, nach dem die Gelder an die verschiedenen Kindertagesstätten verteilt werden, wird diskutiert.
Im Gespräch sind drei im Detail variierende Modelle, nach denen bestimmte Pauschalen vom Land an die Kommunen ausgezahlt werden sollen.
Je nach Zahl der Kinder in den jeweiligen Regionen schwankt dieser Betrag.
Schrumpft also eine Kindergartengruppe zum Beispiel aufgrund der demografischen Entwicklung, erhält der Träger - vereinfacht gesagt - auch weniger Geld.
„Doch dies ist nur auf den ersten Blick gerecht“, mahnte Klein. „Denn das Land würde von diesen so genannten demografischen Gewinnen - eigentlich: demografischen Verlusten - profitieren, weil es eben weniger Gelder an die Träger überweisen müsste..“
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