Rhein-Kreis Neuss (NGZO). In seiner Funktion als Polizeichef stellt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke heute um 14 Uhr in Neuss die Unfallbilanz des Rhein-Kreises für das Jahr 2009 vor.
Für NRW liegen diese Zahlen bereits vor: 621 Tote, zehn Prozent weniger als noch 2008 und damit der niedrigste Stand seit der ersten Verkehrsunfallstatistik von 1953, 78 365 Verletzte (minus 1,7 Prozent) bei nahezu unverändert rund 560 000 Unfällen.
Seit 2005 setzt das NRW-Innenministerium vor allem auf Polizeikontrollen, um den Druck auf Raser, Trunkenbolde und Gurt-Muffel zu erhöhen und die Zahl der Verkehrstoten bis 2015 zu halbieren.
Dabei gerät die immense Zahl von Unfällen, die durch schlechten Straßenzustand, problematische Verkehrsführung, unübersichtliche Kreuzungen und - immer häufiger in den Berichten der Polizei - „aus ungeklärter Ursache" leicht in den Hintergrund.
Laut ADAC führt zum Beispiel die Berliner Polizei bis zu 80 Prozent der Unfälle in der Hauptstadt auf "nicht mehr verkehrssichere Straßen" zurück.
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