Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Im Neusser Swissôtel wurden am Donnerstag die Tarifverhandlungen der IG Metall für NRW forgesetzt
Neuss (jk) Ein wenig blass und müde trat Oliver Burkhard am Donnerstag gegen 11.30 Uhr vor die Kameras von RTL, Sat 1 und WDR auf dem Flur in der erste Etage des Swissôtels in Neuss. Marathonsitzungen im Tarifkonflikt liegen hinter dem NRW-Bezirksleiter der IG Metall.
Erst am Mittwoch war im Pilotbezirk Baden Württemberg eine Einigung bei den Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie erzielt worden. Am Donnerstag wurde an der Rheinallee diskutiert, ob die erzielten Tarifeinigung für die rund 700 000 Beschäftigten der Branche in NRW übernommen werden sollen. So viel vorab: sie werden.
„Das ist kein Ergebnis für Freudentänzer und die Applauskurve, es ist kein einfaches Ergebnis“, sagte Burkhard bereits vor Beginn der Verhandlungen gegenüber den Medienvertretern. Man habe die Gerechtigkeitslücke schließen wollen. In Baden-Württemberg hatten sich die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall am Mittwoch nach einem gut 22-stündigen Verhandlungsmarathon auf einen Tarifabschluss geeinigt.
Die Metaller erhalten dort ab Februar kommenden Jahres 2,1 Prozent mehr Lohn und ab Mai nochmals 2,1 Prozent, wobei die zweite Stufe betrieblich um bis zu sieben Monate verzögert werden kann. Hinzu kommt eine Einmalzahlung in Höhe von 510 Euro für die Monate November 2008 bis Januar 2009 sowie eine weitere Einmalzahlung für Mai bis Dezember 2009 von je 0,4 Prozent eines Monatsentgelts. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 18 Monate bis April 2010.
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