Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Die IHK Mittlerer Niederrhein kritisiert im Rahmen einer Vorabstellungnahme den Entwurf der Bezirksregierung Düsseldorf für den Luftreinhalteplan (LRP) Krefeld. Kern des Vorhabens ist die Einrichtung einer "Umweltzone Innenstadt". Dort soll ein Fahrverbot für schadstoffintensive Kraftfahrzeuge eingeführt werden.
"Die entscheidende Frage, in welchem Umfang eine Umweltzone die Krefelder Luft tatsächlich verbessert, beantwortet der LRP nicht", sagt IHK-Geschäftsführer Bernd Neffgen. Er weist darauf hin, dass im LRP-Entwurf Problemzonen miteinander in Beziehung gebracht werden, die inhaltlich nichts miteinander zu tun haben: "Die Situation im Hafen Krefeld ist nicht mit der Situation an der Vulkanstraße in Krefeld-Stahldorf vergleichbar. Entsprechendes gilt für den Bereich der Innenstadt." Daher gebe es laut Neffgen keine ausreichende Rechtsgrundlage für einen Luftreinhalteplan für das gesamte Stadtgebiet Krefelds.
"Die Erreichbarkeit der Innenstadt ist überlebenswichtig für ein attraktives Oberzentrum Krefeld", betont IHK-Vizepräsident Wolfgang Stromps. "Vor der Einrichtung einer Umweltzone Innenstadt müssen alle anderen Maßnahmen ergriffen werden, die wirkungsvoll sind." So erinnert Stromps an die seit Jahren geplante Begradigung der Hentrichstraße im Hafen. Dies hätte längst zu einer Luftverbesserung führen können.
So hält die IHK die im Luftreinhalteplan vorgesehene Komplett-Sperrung der Königstraße für sinnlos. "Diese Maßnahme ist derart kleinräumig, dass wir deren Erfolg erheblich bezweifeln", sagt Neffgen. "Die negativen Folgen der Sperrung für den Einzelhandel an der Königstraße dagegen wären massiv."
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