Rhein-Kreis Neuss (NGZO). Die CDU aus Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich und Jüchen nominierte den Minister für Bauen und Verkehr am Freitag Abend einmütig als Landtagskandidaten. CDU-Generalsekretär Gröhe lobte die Blitz-Karriere des Politikers.
Rhein-Kreis Neuss Vor fünf Jahren war's spannender. Damals, in Büttgen, rangelte ein Trio um die Landtagskandidatur der CDU in Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich und Jüchen. Dazu gehörten Ansgar Heveling, der heute im Bundestag sitzt, und Claudia Karsten, die inzwischen in Australien lebt. Und da war Lutz Lienenkämper, der Jung-Politiker, der sich hauchdünn durchsetzte. Inzwischen amtiert der Meerbuscher als Landesminister für Bauen und Verkehr, und Konkurrenten hat er keine mehr. Zumindest nicht in seiner Partei im Wahlkreis 46 Neuss III. Am Freitag nominierte ihn die CDU in Kleinenbroich mit 56 Stimmen erneut zum Landtagskandidaten. Es gab eine Enthaltung und niemanden, der Lienenkämper den Weg nach Düsseldorf streitig machen wollte.
Kandidaten der SPD
Die SPD im Landtagswahlkreis von Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich und Jüchen befasst sich am Montag ab 19.30 Uhr im Haus Katz in Jüchen mit der Kandidatenfrage. Die SPD-Kreisdelegiertenkonferenz tagt am Mittwoch ab 19 Uhr im Alten Schloss in Grevenbroich.
Hermann Gröhe, neuer CDU-Generalsekretär in Berlin und noch Vorsitzender der Union im Rhein-Kreis Neuss, blickte "nicht übermütig, aber selbstbewusst" auf den Landtagswahlkampf. Dabei vergaß der Parteichef nicht, den spektakulären Werdegang von Lienenkämper ins rechte Licht zu rücken: "Es schafft wohl kaum jemand in der ersten Wahlperiode, als wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion eine zentrale Kernkompetenz der Union zu besetzen, und danach noch an die Spitze eines Ministeriums zu gelangen, das für die Infrastruktur von ganz Nordrhein-Westfalen zuständig ist", so Gröhe.
"Ja, es war eine abwechslungsreiche Zeit", schmunzelte der alte und neue CDU-Kandidat. Als wirtschaftspolitischer Sprecher hat er das aktuelle energiepolitische Programm seiner Fraktion mitgeschrieben ("Energie muss sicher, sauber und bezahlbar bleiben") und diverse Mittelstandspakete mit geschnürt ("die gemeinsame Überzeugung, dass der Mittelstand das Rückgrat der nordrhein-westfälischen Wirtschaft ist, hat mich geprägt und ist richtig"). "Die allergrößte Überraschung", so Lienenkämper, sei der Anruf aus der Staatskanzlei gewesen, bei dem ihm der Ministerposten angeboten wurde. "Von einem Tag auf den anderen änderte sich das Leben", erinnerte sich der Politiker und lobte seine Weggefährten: "Niemand bekommt Verantwortung übertragen, wenn der Wahlkreis nicht funktioniert und nicht viele Engagierte dahinter stehen."
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