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Kreisgesundheitsamt hilft: Kreis berät bei AIDS

zuletzt aktualisiert: 07.08.2005 - 21:35

Kreisgesundheitsamt hilft (NGZ). Das Kreisgesundheitsamt warnt davor, die Immunschwächekrankheit AIDS zu verharmlosen. Im vergangenen Jahr haben sich in Deutschland rund 2 000 Menschen mit dem AIDS-Virus infiziert. Damit waren nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bis zum Jahr 2004 etwa 44 000 Frauen, Männer und Kinder in Deutschland angesteckt worden.

„In vielen Gesprächen habe ich die Erfahrung gemacht, dass AIDS als nicht mehr lebensbedrohliche Krankheit wahrgenommen wird, weil es Therapien gibt, durch die die Betroffenen länger leben können. Insbesondere bei jungen Menschen nimmt das vorbeugende Verhalten ab“, erläutert Gabriele Neumann, AIDS-Beraterin im Kreisgesundheitsamt. Dabei seien in Deutschland seit dem Ausbruch der Immunschwächekrankheit 23 500 Menschen an den Folgen der HIV-Infektion gestorben; allein 2003 habe es 700 Tote gegeben. Das Kreisgesundheitsamt setzt weiter auf Vorbeugung - vor allem in Schulen, aber auch im außerschulischen Jugendbereich, in der Erwachsenenbildung und bei Multiplikatoren.

Daneben nimmt die Betreuung von HIV-Infizierten und deren Angehörigen einen breiten Raum in der Arbeit der AIDS-Expertin ein. Beratungsgespräche und die Möglichkeit, anonym und kostenlos einen AIDS-Test zu machen, ergänzen das Angebot. In diesem Zusammenhang weist Neumann jedoch darauf hin, dass nur etwa drei Monate nach einer vermuteten Infektion ein AIDS-Test sinnvoll ist, da erst nach einigen Wochen HIV-Antikörper gebildet werden, die nachgewiesen werden müssen. 400 AIDS-Tests wurden im vergangenen Jahr im Kreisgesundheitsamt ausgeführt.

Gabriele Neumanns Sprechstunden sind dienstags jeweils von 13.30 bis 15.15 Uhr und donnerstags von 8.45 bis 11.45 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung im Kreishaus an der Oberstraße in Neuss. Nähere Informationen bei der AIDS-Beraterin unter Rufnummer 0 21 31/928-53 91 oder im Internet unter der Adresse http://www.rhein-kreis-neuss.de/gesundheitsamt.

Quelle: NGZ


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