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Rhein-Kreis Neuss: Kreis sucht Krankenhaus-Chef

VON LUDGER BATEN - zuletzt aktualisiert: 03.03.2010 - 21:30

Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Hubert Retzsch verzichtet auf den Ruhestand und bleibt Direktor der Kreiskrankenhäuser in Grevenbroich und Dormagen. Die Suche nach einem neuen Chef gestaltet sich schwierig. Zahlt der Rhein-Kreis zu geringes Gehalt?

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Die Akutkrankenhäuser

Den 450 000 Einwohnern im Rhein-Kreis stehen im Krankheitsfall vier Akutkrankenhäuser zur Verfügung. Zu den beiden Kreiskrankenhäusern in Grevenbroich und Dormagen gesellen sich in Neuss das Lukaskrankenhaus sowie das Johanna-Etienne-Krankenhaus, das in kirchlicher Trägerschaft geführt wird.

Rhein-Kreis Noch bis zum Ende des Jahres 2010 bleibt Hubert Retzsch (65) Verwaltungsdirektor der beiden Kreiskrankenhäuser in Grevenbroich und Dormagen. Das bestätigte am Mittwoch auf NGZ-Anfrage Harald Vieten, Pressesprecher des Rhein-Kreises. So gewinne der Kreis als Träger Zeit, um in Ruhe einen neuen Chef für die beiden 300-Betten-Häuser zu suchen.

Es ist bereits der zweite Anlauf, die Spitzenposition der Krankenhaus-Verwaltung neu zu besetzen. Ursprünglich wollte Retzsch mit Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand wechseln – jetzt ist er der Nachfolger seines Nachfolgers, da Christoph Winter (45) nach nur einem halben Jahr im Amt im Herbst des Vorjahres um Auflösung seines Vertrages bat. Retzsch, der Winter während einer Übergangsphase nur noch einarbeiten wollte, blieb an Bord und hilft weiterhin aus.

Offenbar gestaltet sich die Suche nach einem neuen Chef für die Kreiskrankenhäuser schwierig. Inzwischen hat der Rhein-Kreis einen Personalberater beauftragt, "Persönlichkeiten aus dem Krankenhauswesen" zu interessieren und vorzuschlagen. Aufs Tempo drückt Dr. Christian Will (CDU). "Wir haben wenig Zeit", sagt der Vorsitzende des Krankenhausausschusses, der bereits im Sommer "personelle Klarheit" haben möchte.

Beobachter vermuten, dass qualifizierte Kräfte dankend abwinken, da der Rhein-Kreis die Krankenhäuser in einem Eigenbetrieb führt und somit das zu erzielende Gehalt unter dem Branchenniveau liege. So steht Krankenhaus-Chef Retzsch seit über 50 Jahren im Öffentlichen Dienst. Wenn Will sagt, dass eine "marktgerechte Entlohnung" geboten werde, weiß er, dass der neue Direktor teurer wird. Sein Fraktionschef Dieter Welsink formuliert das so: "Wir brauchen keinen Verwaltungsmann. Wir benötigen einen hochkompetenten Fachmann, der unsere Krankenhäuser fit für die Zukunft macht."

Quelle: NGZ

 
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