Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Rhein-Kreis Neuss Alte Autos, Motorräder, Antiquitäten, Kitsch, Trödel und dazwischen ein Herd mit großen Töpfen: Wo sonst Fernseh-Koch Horst Lichter den Löffel schwingt, rührte gestern Landrat Dieter Patt die Zutaten für das Rhein-Kreis-Jahr 2008 zusammen.
Gemeinsam mit Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke, Polizeisprecher Hans-Willi Arnold und Harald Vieten, Presseamt Rhein-Kreis Neuss, skizzierte Patt in Lichters „Oldiethek“ in Butzheim sein Programm für die kommenden Monate.
Zusätzliches Dezernat
Patt hält trotz Kritik mehrerer Fraktionen an seiner Idee, eine zusätzliche Dezernentenstelle für Wirtschaftsförderung, Sport und Querschnittsaufgaben in der Kreisverwaltung zu schaffen, fest. „Ich werde das umsetzen, diese Verantwortung kann mir keiner abnehmen.“ Zuvor will Patt das Thema noch einmal mit Politik und Personalrat diskutieren. Einen Widerspruch zum Gutachten der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PWC) sieht er nicht: „Wir haben das Thema eingehend mit den Beratern diskutiert.“ Eine neue Dezernentenstelle sei nicht gleichzusetzen mit einem Mehr an Personal : „Mir geht es darum, meine Arbeitsebene optimal aufzustellen.“ Kritik der SPD, die beklagt, wichtige Entscheidungen, wie die über eine neue Dezernatsstruktur gingen an der Politik vorbei, wies Patt zurück: „Die Politik war informiert.“
Struktur der Kreisverwaltung
Auf der Basis des PWC-Gutachtens will Patt vor allem publikumsintensive Bereiche wie Straßenverkehrs-, Gesundheits- und Vermessungsamt unter die Lupe nehmen. Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke warnt jedoch vor der Erwartung, dass alle Erkenntnisse aus dem Bericht der Gutachter eins zu eins sofort umgesetzt werden könnten. „Solche Ergebnisse muss man diskutieren und abwägen.“ Ein Beispiel sei das Straßenverkehrsamt: Rein unter Kostenaspekten betrachtet, müssten dessen Außenstellen in Dormagen, Grevenbroich und Meerbusch geschlossen werden. „Wir wollen den Service im Sinne der Bürger, unserer Kunden, jedoch aufrecht erhalten - auch wenn’s teurer ist.“ Am 19. Februar soll im Personalausschuss des Kreistages über die weiteren Konsequenzen des PWC-Gutachtens beraten werden.
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