Rhein-Kreis Neuss (NGZO). Rhein-Kreis Neuss (ki) Wer Gärten fördert, tut Gutes nicht nur für Pflanzenfreunde: „Es geht auch um einen Beitrag zum Strukturwandel“, sagte Hans Dieter Collinet, Ministerialdirigent im Ministerium für Bauen und Verkehr NRW, beim Treffen des Europäischen Gartennetzwerkes auf Schloss Dyck.
Dass Gartenkultur Infrastruktur und Beschäftigung positiv beeinflusst, habe sich im Ruhrgebiet gezeigt, wo - etwa mit dem Landschaftspark Duisburg-Nord - Industriebrachen zu Naherholungsgebieten und überregional bekannten Tourismuszielen entwickelt worden seien.
In der geplanten Kooperation zwischen der Stiftung Schloss Dyck, dem Rhein-Kreis Neuss und der Grafschaft Cheshire in England könnten ähnliche Ziele erreicht werden. Es bestehe die Chance, über die Entwicklung der Landschaft nach dem Braunkohlentagebau zu sprechen: „An Rhein und Erft könnte eine völlig neue Wasser- und Erholungslandschaft entstehen“, sagte Collinet.
Damit dies gelingt, sei es wichtig, in Europa voneinander zu lernen - eine der Hauptaufgaben des Netzwerkes. „Gute Einzelbeispiele gibt es immer, aber allein sind sie zu schwach“, Marie-Christine Gräfin Wolff-Metternich, Vorsitzende des Stiftungsrates Schloss Dyck, unterstützt das Projekt: „Ich hoffe, dass neben Deutschland, Großbritannien und Frankreich noch mehr Länder Mitglied werden und die europäische Kultur wieder zum Strahlen bringen.“
Belgien und die Niederlande, so Tillmann Lonnes, Stiftung Dyck, könnten die nächsten Partner sein. In NRW stehen für das Netzwerk für drei Jahre eine Million Euro zur Verfügung, zur einen Hälfte von der EU, zur anderen vom Land und den Landschaftsverbänden finanziert. Lonnes sieht das Geld gut angelegt, in die Planung neuer Projekte, aber auch zugunsten der Gartenbesucher: neue ÖPNV-Verbindungen, Beschilderung, behindertengerechte Zugänge oder Weiterbildung für Kinder und Erwachsene.
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