Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Rhein-Kreis Neuss Dr. Max Tauch kommt gerade aus Sachsen zurück und hatte sein neuestes Werk dorthin schon mitgenommen. „Die Leute waren überrascht, wie viel unsere Region zu bieten hat“, berichtet der Autor des am Freitag offiziell vorgestellten Buches „Kunst- und Kulturstätten im Rhein-Kreis Neuss“. Richtig, ergänzt Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes: „Erst aus der Ferne fallen einem die Schönheiten vor der Haustür anderer Leute richtig auf.“
Info
Max Tauch, „Kunst- und Kulturstätten im Rhein-Kreis Neuss“,
Band 226 in der Reihe „Große Kunstführer“ des Verlags Schnell & Steiner,
66 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen,
ISBN 978-3-7954-1813-7, 12,90 Euro.
Erhältlich im Buchhandel und im Service-Center des Kreishauses an der Oberstraße in Neuss.
Das neue, im Verlag Schnell & Steiner in Regensburg erschienene Buch soll Gästen und Bewohnern gleichermaßen die Augen öffnen für die baulichen Attraktionen an Rhein und Erft. Max Tauchs Texte und die Fotos von Andreas Lechtape aus Münster eröffnen vielsagende Möglichkeiten für einen gedanklichen Rundgang vom Wohnzimmer-Sessel aus. Vorn auf dem Titel Schloss Hülchrath, auf dem hinteren Buchdeckel die verglaste Konstruktion des Museums der Langen Foundation bei Hombroich - diese Bandbreite prägt das Buch wie den Kreis. „Wir dürfen nicht vergessen, dass der Rhein-Kreis Neuss eine Kulturlandschaft mit über 2000-jähriger Tradition ist.
Das spiegelt sich in seinen Kunst- und Kulturstätten wider, und das Buch bildet ein Kompendium, das darüber informiert“, betont Tillmann Lonnes, dessen Behörde das Werk finanziell und ideell unterstützt hat. Die Anregung zu der Publikation ging vom Kreiskulturausschuss und von dessen Mitglied Franz-Josef Radmacher aus Meerbusch aus, dem Präsidenten des Kreisheimatbundes.
Max Tauch (72), bis 1998 Direktor des Clemens-Sels-Museums in Neuss, beweist eindrucksvoll, welch Kenner der heimischen Landschaft er ist. „In der Gesamtschau zeigt sich, dass der Rhein-Kreis Neuss in der Herzkammer einer uralten, lebendigen Tradition liegt“, sagt der Autor. Merkmal des kulturellen Erbes sei insbesondere die Romanik, die mit dem Neusser Münster und der Knechtstedener Basilika, mit St. Odilia in Gohr oder Alt-St. Martin in Kaarst bedeutende Zeugnisse hinterlassen habe. Der Historismus und der moderne Städtebau schließen den Kreis. „Der Leser wird überrascht sein von unserem Reichtum im Schatten der Großstädte Köln und Düsseldorf“, ist Max Tauch überzeugt. Und in Sachsen hat die Überraschung schließlich schon geklappt.
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