Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Mehr als zehn Jahre arbeitete er im nordrhein-westfälischen Umweltministerium. Jetzt wechselte er von der Exekutive zur Legislative. Seit der Wahl im Mai gehört der Grünen-Politiker Hans Christian Markert (42) aus Kaarst mit Wahlkreis in Neuss dem Landtag an. Der Jurist, der auch evangelische Theologie studierte, wurde in Bad Oeynhausen geboren.
Herr Markert, was ist neu für Sie, der erstmals als Abgeordneter in den Landtag NRW eingezogen ist?
Hans Christian Markert Nach über zehn Jahren Tätigkeit in der Umweltverwaltung liegt natürlich nun der Reiz darin, aktiv an der Gesetzgebung mitzuwirken. Die neuen knappen Mehrheitsverhältnisse im Landtag machen das politische Geschäft zusätzlich spannend und stärken die Demokratie.
Mit welchem Thema beschäftigen Sie sich derzeit konkret?
Markert Als Anti-Atompolitischer Sprecher meiner Fraktion beschäftigen mich derzeit die ausgerechnet in der Ferienzeit erneut angelaufenen und noch von der CDU-geführten Landesregierung genehmigten Atomtransporte von und nach Ahaus. NRW darf nicht zum "Atomklo" werden.
Was haben die Menschen im Rhein-Kreis Neuss davon, dass jetzt der Kaarster Hans Christian Markert mit Wahlkreis in Neuss im Landtag sitzt?
Markert In der Grünen Landtagsfraktion bin ich als Sprecher für die Themen Umwelt- und Verbraucherschutz sowie Anti-Atompolitik zuständig. Diese Themen haben enorme Zukunftspotenziale – nicht zuletzt auch für Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie Handwerk und Mittelstand in unserer Region.
Wie gut ist der Kontakt zu Jörg Geerlings (CDU) und Fritz Behrens (SPD), die als Landtagsabgeordnete ebenfalls ihren Wahlkreis in Neuss haben?
Markert Mit Fritz Behrens habe ich einen erfolgreichen rot-grünen Wahlkampf in Neuss bestritten. Mit beiden Kollegen besteht ein gutes Einvernehmen, und wir pflegen regelmäßige Kontakte.
Ludger Baten führte das Gespräch
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