Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Rhein-Kreis Neuss Ein klares Bekenntnis zur Kraftwerkserneuerungspolitik und zur Braunkohle - das gaben am Dienstag die Vertreter der Kreis-SPD ab. Vorausgegangen war ein, wie SPD-Geschäftsführer Rainer Thiel es nannte, Informationsaustausch mit Vertretern der RWE Power AG, darunter Arbeitsdirektor Erwin Winkel sowie die Betriebsräte der Standorte Neurath, Frimmersdorf und Tagebau Garzweiler.
Die Braunkohle werde oft verteufelt, äußerte sich Michael Groschek MdL, Generalsekretär der NRW-SPD, der ebenfalls ins Alte Schloss nach Grevenbroich gekommen war. „Doch sie hat ganz klar Zukunft, weil sie preisstabil ist“, fuhr Groschek fort. Auch der Vorwurf, dass sie „klimakillend“ sei, ließe sich nicht aufrecht erhalten. Bereits in wenigen Jahren seien die Technologien so weit entwickelt, dass man von der „clean coal“ sprechen könnte. Und schließlich habe Braunkohle die höchste Beschäftigungsintensität - Stichwort „Arbeitsplätze“. Deren Erhalt zu sichern, ja mehr noch, ihn zu vergrößern, haben sich die Sozialdemokraten auch auf die Fahne geschrieben.
„Der Rhein-Kreis Neuss ist Braunkohlestandort, aber auch Standort für die chemische und die Aluminium-Industrie“, sagte Thiel. Industriestandorte seien dort, wo Kraftwerksstandorte sind, fügte Norbert Römer, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion hinzu. „Wir im Rhein-Kreis Neuss sind stolz auf unsere Leistungsfähigkeit“, erklärte der Landtagsabgeordnete Dr. Fritz Behrens. Daher müsse der Energiestandort „Rhein-Kreis Neuss“ bleiben, dort in neue Technologien investiert werden, die - und da waren sich alle einig - vor allem klimaschonend sein müssen. „Es ist wichtig, dass die Kraftwerke nachrüstbar sind, nachrüstbar für bessere Techniken“, so Thiel. So sei gerade Frimmersdorf ein relevanter Standort für Neuerungen, um so auch Arbeitsplätze zu sichern.
Doch bei allen wünschenswerten Investitionen dürfe nie die Akzeptanz der Menschen vergessen werden. „Wir wollen die Belastungen nicht klein werden, müssen aber auch klar die Vorteile nennen“, sagt Rainer Thiel und schließt an: „Es lohnt sich, für unseren Standort zu kämpfen, denn wir wollen, dass hier bei uns die Werke entstehen - mit neuester Technologie und so klimaschonend wie möglich.“ Und schließlich spreche man in diesem Zusammenhang über Zeiträume von 30 bis 40 Jahren.
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