Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Rhein-Kreis Neuss (NGZ) Landrat Dieter Patt hat sich an Umweltminister Eckhard Uhlenberg gewandt, um vor dem Hintergrund des Ineos-Brandes die Gefahrenabwehr zu optimieren.
„Gefährdungen kennen keine kommunalen Grenzen, und daher kann eine wirksame Gefahrenabwehr nur im regionalen Rahmen Erfolg haben“, so Patt.
In einem Antwortschreiben erklärte der Minister jetzt, dass er die vom Landrat angesprochene bessere Vernetzung der Bereiche Umwelt, Gesundheit und Katastrophenschutz für „ausgesprochen sinnvoll“ hält.
Er kündigte an, dies sowohl bei der weiteren Auswertung des Ineos-Brands als auch beim Kataster für Fernrohrleitungen zu berücksichtigen.
Uhlenberg weiter: „Die von Ihnen geschilderten Maßnahmen zur Vorbeugung möglicher Grundwasserkontaminationen durch den Chemiepark in Dormagen und die nach dem Störfall am 17. März veranlassten Grundwasseruntersuchungen sind sehr umsichtig.“ Dieses Vorgehen könne er nur befürworten, so Uhlenberg.
„Auch Ihr Angebot, Informationen über die durch das Kreisgebiet verlaufenden Fernrohrleitungen zur Verfügung zu stellen, greife ich gerne auf“, lässt er Patt wissen.
So solle mit einem landesweit geplanten Pipeline-Kataster für Gefahrstoffe insbesondere die Überwachung der Leitungen und die Gefahrenabschätzung weiter verbessert werden.
Patt hatte dazu die Unterstützung des Rhein-Kreis Neuss angeboten, der bereits die durch den Kreis laufenden Pipelines digital und kartographisch erfasst hat.
Mit Innenminister Dr. Ingo Wolf ist der Landrat zu dem Thema vernetzte Gefahrenabwehr ebenfalls in Kontakt.
Angesichts der Ballung der chemischen Industrie an der Rheinschiene hat er auch gegenüber Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma, Dormagens Bürgermeister Heinz Hilgers und Dr. Walter Leidinger, Leiter des Bayer Chemieparks Dormagen, vorgeschlagen, ein regionales Konzept für den Chemiepark Cologne zu entwickeln.
„Im Interesse unserer Bürger müssen wir unsere Konzepte für die Bewältigung von Großschadenslagen regional noch besser abstimmen und dabei auch die betreffenden Unternehmen mehr in die Pflicht nehmen“, wirbt Patt für seinen Vorschlag.
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