Firma Polo in Jüchen (NGZ). Als kleiner Shop hat Polo, Anbieter für Motorradbekleidung, 1980 in Willich-Schiefbahn begonnen. Inzwischen ist aus dem rheinischen Familienbetrieb ein global operierendes Unternehmen gewachsen - das in Jüchen von einem 80 000 Quadratmeter großen Areal aus operiert.
Die Produkte: Insgesamt 35 000 Artikel - viele im charakteristischen schwarz-rot - umfasst die Palette des Expressversands für Motorrad-Zubehör. Ob Helm oder Nierengurt, Motorrad-Stiefel oder Chopperjacke - selbst Camping-Zubehör führt das Unternehmen in seinem Programm. „Der Versand läuft europaweit, besonders stark sind wir in Österreich, England, Spanien und Italien vertreten“, sagt Kerstin Herzog, zuständig für Logistik.
Die Kennzahlen: Rund 160 Mitarbeiter und acht Azubis haben den Umzug von Düsseldorf an die Polostraße in Jüchen mitgemacht. Am 2. August starten weitere zehn Azubis ihre Ausbildung bei Polo - sie kommen aus Jüchen, Grevenbroich Mönchengladbach und Bedburg. Planvorgabe ist es, die Belegschaft auf 260 Mitarbeiter und 25 Azubis - die zu Kaufleuten im Einzel-, Groß und Außenhandel oder in der Lagerlogistik ausgebildet werden - auszubauen. Von 90 Standorten in Deutschland und vier in der Schweiz versorgt das Unternehmen seine Kunden. 25 000 Quadratmeter Lagerfläche und 8000 Quadratmeter Ausbaureserve stünden in Jüchen zur Verfügung, der Verwaltungskomplex umfasst 3500 Quadratmeter.
Die Geschichte: Als „familiär geführtes, alt eingesessenes rheinische Unternehmen“ bezeichnet sich der Polo Expressversand selbst. Mit vier Jacken, drei Hosen und zwei Paar Handschuhen trafen die Gründer, die von Willich Schiefbahn aus operieren, den Nerv der Motorradfahrer der frühen 80er Jahre. Parallel werden deutschlandweit Polo-Shops gegründet. 1996 zieht das Unternehmen nach Düsseldorf-Reisholz um. Neue Location: „Am Trippelsberg“. Ein neues Zentrallager wird eingerichtet, die Bürofläche wächst um das Fünffache. Das Polo-Bikerfest lockt in den kommenden Jahren Massen von Musikfans nach Reisholz. Bands wie Doro, Reamonn und Manfred Mann’s Earth Band spielen dort live. Im vergangenen Jahr folgt der Umzug nach Jüchen.
Das Event-Unternehmen: Im Vordergrund steht auch der Eventcharakter. Im Restaurant „red hot“ spielen regelmäßig Bands auf einer fest integrierten Bühne, Mega-Acts wie Lenny Kravitz treten auf dem Open-Air-Gelände des Unternehmens auf.
Die Zukunft: Eine weitere Internationalisierung stehe im Fokus, erklärt Kerstin Herzog. Ziel ist es, künftig 110 Shops von Jüchen aus zu versorgen. „Aus geographischer Sicht ist Jüchen mitten in Europa“, sagt Polo-Projektleiter Manfred Steffens.
Mehr über das Unternehmen und seine Mitarbeiter lesen Sie am Dienstag, 16. Juni, in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.
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