Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Rhein-Kreis Neuss (SiHo) Kinder, die in zwei Jahren eingeschult werden, nehmen derzeit in Nordrhein-Westfalen an der so genannten Sprachstandserhebung teil. Im Rhein-Kreis Neuss betrifft das insgesamt 4650 Mädchen und Jungen.
Die Sprachstandserhebungen im Rhein-Kreis Neuss gelten als repräsentativ und werden durch die Uni Dortmund wissenschaftlich begleitet.
Zu diesem Artikel erscheint in der NGZ vom Samstag ein Zur Sache mit dem Titel : "Eltern in der Pflicht".
Von ihnen haben bis zu den Osterferien exakt 4194 an der ersten Prüfungsrunde teilgenommen, wie die zuständige Schulamtsdirektorin, Annegret Schulte, jetzt auf Nachfrage der NGZ mitteilte. Für 2567 von ihnen hieß es anschließend: alles in Ordnung. „Sie müssen nicht genauer angeschaut werden.“
Andererseits: 2083 Kinder werden nun zur zweiten Testrunde eingeladen, die laut Annegret Schulte für die Zeit zwischen dem 14. Mai und 6. Juni angesetzt ist. 2083 von 4650 - das entspricht 44 Prozent. Der Satz liege etwas unter dem Landesdurchschnitt, betont sie. Gleichwohl: „Das Ergebnis hat uns überrascht.“
Mit der Sprachstandsfeststellung im Rahmen der zweiten Testrunde wurden jetzt jene 34 Schulen im Rhein-Kreis Neuss betraut, die „zusätzliche Zuweisungen für Förderungen haben“, sprich extra Lehrkräfte.
Sie werden Kinder testen, die zum einen tatsächliche Defizite haben, andererseits aber auch solche, die an der ersten Runde nicht teilnahmen, weil sie beispielsweise keine Kindertagesstätte besuchen oder fehlten. Deshalb sei, so Schulte, die 44-Prozent-Quote erst einmal relativ und sage nichts darüber aus, wie groß das Sprachdefizit bei den Vierjährigen tatsächlich ist.
Bisherige Zahlen über das Sprachvermögen spiegelten die regulären Untersuchungen vor der Einschulung wieder. Demnach haben statistisch betrachtet rund ein Viertel aller Kinder im Rhein-Kreis Auffälligkeiten, wobei es in einzelnen Orten und Stadtteilen auch deutliche Ausreißer in negativer Hinsicht gibt. Schulte: „Die Zahlen wachsen dramatisch von Jahr zu Jahr.“
Zur SacheEltern in der Pflicht
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