Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Rhein-Kreis Neuss Diese 100 Euro Mitgliedsbeitrag dürften gut angelegt sein: Der Rhein-Kreis Neuss tritt dem Verein „Straße der Gartenkunst“ bei, der zum Schloss Dyck führt. Das hat der Kreisausschuss Mittwoch unter Vorsitz von Landrat Dieter Patt einstimmig beschlossen.
Renaissancefest
Schloss Dyck lockt von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 19 Uhr mit einem Renaissancefest. Mehr als 70 Händler und Handwerker stellen ihre Ware aus. Dazu kommt ein kulinarisches Angebot von Fleischtasche bis Rahmflecke.
Im Mittelpunkt steht das Schnüren von Touristik-Paketen. „Wir haben gute Chancen, die Federführung zu übernehmen“, so Patt.
Dem Projekt „Straße der Gartenkunst“ wird eine landespolitische Bedeutung als Baustein auf dem Weg zum „Gartenland NRW“ bescheinigt. Dementsprechend plant der Verein ein Informationsbüro und einen Vertrieb touristischer Angebote aufzubauen. Außerdem soll das Marketing forciert werden.
Mit ins Boot geholt werden der Landschaftsverband Rheinland, die Rheinland Kultur GmbH und ein privates Redaktionsbüro. Die Gesamtkosten betragen 155 000 Euro. Gut zwei Drittel steuert das Land hinzu, den Rest muss der Verein aufbringen. Der Rhein-Kreis Neuss soll die nötigen Anträge stellen.
Der Verein „Straße der Gartenkunst“ wurde 2004 aus der Taufe gehoben. Mitglieder sind die Eigentümer bedeutender Parks, darunter die Städte und Gemeinden, die 2002 die dezentrale Landesgartenschau veranstaltet haben. Auf der Haben-Seite verbucht die Gesellschaft unter anderem eine Qualitätsanalyse, die Herausgabe eines Reiseführers, Prospekte sowie einen professionellen Internet-Auftritt.
Die Anstrengungen lohnen sich auch fürs Schloss Dyck. Dessen aktuelle Bilanz legte die Verwaltung dem Kreisausschuss Mittwoch ebenfalls vor. In den ersten vier Monaten dieses Jahres besuchten demnach 18 653 zahlende Gäste das Schloss und seinen Park. Außerdem wurden in diesem Zeitraum über 900 Jahreskarten verkauft. Vor allem die Ausstellung „Gartenkunst“ mit Plänen aus der Sammlung von Landschaftsarchitekten entpuppte sich als Publikumsmagnet.
Hinzu kamen Veranstaltungen vom Pflanzenmarkt mit fast 2500 Besuchern bis zur Hochzeitsmesse, die 850 Interessierte anlockte. Angebote für Kinder fanden ebenso gute Resonanz: 137 Schüler beim „Grünen Klassenzimmer“, 230 Jungen und Mädchen bei diversen Geburtstagsfeiern und 112 „Kids“ beim Osterferien-Programm registrierten die Ausrichter.
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