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Absage der Veranstaltung: Vorwürfe gegen Club

zuletzt aktualisiert: 08.10.2004 - 23:22

Absage der Veranstaltung (NGZ). „Unfair, unsachlich, verworren - eine Rufmordkampagne“, Peter Hesse, Vorsitzender der in Büttgen ansässigen Stiftung „Solidarität in Partnerschaft“, wäre am Samstag Abend für seine Entwicklungshilfeprojekte in Haiti mit dem „Change the World Award“ des Clubs of Budapest ausgezeichnet worden.

Nach der Absage der Veranstaltung ist er „einfach nur traurig“. Die Vorwürfe, dass sich Mitglieder des Clubs von rechtsextremistischem und esoterisch orientiertem Gedankengut leiten ließen, hält Hesse für abwegig: „Von dem Journalisten, der diese Behauptungen aufstellt, werden alle, die sich um eine Lösung der globalen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Probleme bemühen, in einen Topf geworfen.“ Selbst anerkannte Wissenschaftler wie Professor Dr. Franz-Josef Radermacher würden mit Spinnern und Phantasten in einen Topf geworfen. „Das klingt fast schon nach einem Komplott“, meint Hesse.

Leider sei es nicht ungewöhnlich, dass jemand, der sich mit neuen Ideen befasse und ausgetretene Pfade verlasse, als Verrückter, Esoteriker oder dümmlicher Weltverbesserer beschimpft werde. Die internationale Beachtung, die viele Initiativen des Clubs of Budapest, etwa das Bemühen um Modelle für eine öko-soziale Marktwirtschaft und - auf dem Weg dorthin - einen „Globalen Marshallplan“ als Instrument für eine gerechtere finanzielle Gestaltung der Globalisierung, bei Institutionen wie den Vereinten Nationen oder der Europäischen Union gefunden hätten, lasse die Angriffe gegen den Club of Budapest in einem anderen Licht erscheinen. Landrat Dieter Patt, der die Schirmherrschaft der jetzt zunächst auf das Frühjahr kommenden Jahres verschobene Preisverleihung übernommen hatte, verweist darauf, dass der Club of Budapest inzwischen rechtliche Schritte gegen Hans-Ulrich Felmberg eingeleitet habe: „Damit ist das ganze ein schwebendes Verfahren, das es abzuwarten gilt.“

Hilfreich bei der Beurteilung der geäußerten Vorwürfe sei jedoch sicher ein Blick auf die lange Liste der bekannten Persönlichkeiten, die sich zum Club of Budapest bekennen. Dennoch, so Patt, habe er bereits vor einigen Tagen, nach Bekanntwerden des Felmberg-Artikels, die Staatskanzlei und Ministerpräsident Peer Steinbrück über die Vorwürfe gegen den Club of Budapest informiert und um eine Überprüfung gebeten. Die Organisation habe nun mit der vorläufigen Absage der Preisverleihung Zeit, um Aufklärung zu betreiben und die Verdächtigungen auszuräumen. (ki)

Quelle: NGZ


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