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Kandidaten auf dem Prüfstand: Otto Fricke (FDP)

zuletzt aktualisiert: 23.09.2009 - 12:22

thema Bundestagswahl. Fünf Fragen an die Bundestagskandidaten aus dem Wahlkreis 111 (Kaarst, Korschenbroich, Jüchen, Meerbusch, Krefeld). Hier Otto Fricke (FDP).

 Foto: NGZ
Foto: NGZ

Was können Sie im Bundestag für den Rhein-Kreis Neuss bewirken?

Ich werde mich auch weiterhin in Berlin für einen angemessenen Lärmschutz im Bereich der Straßen-, Schienen-, und Luftverkehrswege im Rhein-Kreis-Neuss einsetzen. Hier gibt es weiterhin Nachholbedarf. Außerdem geht es darum, Investitionen der Wirtschaft in den Rhein-Kreis zu holen – entweder über gute Steuergesetze oder wann immer sich Gelegenheiten bei Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern ergeben.

Was tun Sie gegen Fluglärm und für Anwohnerschutz?

Beim Fluglärm gilt es, auf unterschiedlichen Ebenen für einen bestmöglichen Schutz der betroffenen Anwohner zu kämpfen. Hier geht es um Flugrouten, Flugzeiten und letztlich auch um Flugzeugtechnik. Schließlich gilt es nicht einfach nur auf kurzfristige vermeintliche Lösungen zu setzen, sondern Nachhaltigkeit zu erreichen.

Wie wollen Sie den Mittelstand im internationalen Wettbewerb stärken?

Der deutsche Mittelstand ist im Gegensatz zu vielen ausländischen Mitbewerbern durch enorme Bürokratie und einem viel zu komplizierten Steuerrecht mit zu hohen Steuersätzen belastet. Entschlackt man beide Bereiche deutlich, werden die enormen Wachstumskräfte, die in unserem Mittelstand stekken, gestärkt. Das schafft neue Arbeitsund Ausbildungsplätze. Eine Steuerstrukturreform ist Voraussetzung für mehr Wachstum und Arbeitsplätze – und nicht deren Folge.

Wie kann der Bund den lokalen Energiepakt Rhein-Kreis Neuss fördern?

Die Forschung in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeinsparung und neue schadstoffreduzierte Kraftwerkstechnologien muss gefördert werden. Subventionen, über einen leichten Anschub hinaus wären beim „Energiepakt“ im Rhein-Kreis Neuss also dem Ausbau eines Musterstandortes für Energieerzeugung und Forschung der falsche Weg.

Wie kämpfen Sie gegen den Schuldenberg künftiger Generationen?

Erstens, indem wir die Ausgabenseite einer kritischen Prüfung unterziehen, wobei die unnötigen von den wichtigen Staatsausgaben zu trennen sind. Zweitens müssen die Wachstumskräfte des Landes dauerhaft geweckt werden. Dies geht nur über ein einfaches und gerechtes Steuersystem mit niedrigen Sätzen sowie Bürokratieabbau. Drittens müssen die sozialen Sicherungssysteme durch gerechte Reformen zukunftsfest gemacht werden. Das senkt Lohnnebenkosten und schont Steuergelder, denn auf Schuldenbergen können unsere Kinder weder spielen noch lernen.


 
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