Köln ist ein guter Gastgeber, zumindest darf sich die Frankfurt Galaxy nicht über die Centurions beschweren. Der 17:10 (0:7; 10:0; 0:3; 7:0) Sieg in der Domstadt für die Gäste vom Main vor immerhin 11800 Zuschauern ging ganz auf die Kappe von Gastgeschenken der Centurions.
Allerdings bekleckerte sich Frankfurt auch nicht gerade sonderlich mit Ruhm. Denn ohne die eklatanten Fehler der Centurions hätten die Galaktischen wohl auch nicht viel Zählbares hin bekommen.
Bis auf Runningback Fred Russell, der alleine auch kein Spiel gewinnen kann, war der Angriff der Centurions ein kollektiver Ausfall. Zwar täuschte die 7:0-Führung zunächst darüber hinweg, aber nur bei oberflächlicher Betrachtung. Denn Reggie Newhouse, der 80 Yards mit dem Ei bis in die Frankfurter Endzone lief, hatte mehr Platz als an einem Werktag in der Kölner Fußgängerzone. Nick Setta verwandelte den extrapunkt gewohnt sicher.
7. Spieltag:
Rhein Fire - Berlin Thunder 27:24
Hamburg Seadevils - Amsterdam Admirals 17:18
Cologne Centurions - Frankfurt Galaxy 10:17
Bedenklich musste hingegen stimmen, dass Quarterback Shane Boyd wiederholt selbst marschieren musste, mit 82 gelaufenen Yard mehr als alle anderen seiner Angriffsspieler zusammen zurücklegte. Zwar holte er mehrfach ein First Down, aber es waren doch Verlegenheitsläufe mangels Anspielstation, den ein Quarterback ist ja kein Runningback.
Die Galaxy dreht dann mühselig im zweiten Viertel die Partie. Zunächst per Fieldgoal verkürzte David Kimball, Sekunden vor der Halbzeit passte Bryson Spinner auf Adam Herzing in die Endzone. Kimball verwandelte zur 10:7-Pausenführung für Frankfurt.
Nach der Pause lief dann bei Köln gar nichts mehr zusammen. Fumbles gab es hüben wie drüben, nur krasse Fehlpässe in die Arme der gegnerischen Verteidiger, die unterliefen nur den Centurions. Vier Interceptions gelangen den Frankfurtern, den Centurions nicht eine. Da nutzte es auch nichts, dass Setta per Fieldgoal aus 33 Yard noch einmal zum 10:10 egalisierte.
Galaxy musste nur warten, bis die Centurons wieder einen Fehler machten. Und irgendwann passierte es: Craig Ochs gelang ein Pass über 49 Yard auf Aaron Hosack in die Endzone. Kimball traf dann zum 17:10 für die Galaxy. 2:47 Minuten waren noch zu spielen, Köln wollte kontern, doch direkt der erste Pass von Boyd landete in den Armen der Galaxy.
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