Neuss „Das war sehr auffällig und sehr lustig“, machte Jens Voigt artig Komplimente: „Eine gute Aktion.“ Der deutsche Radstar in Diensten des CSC-Teams (Saxo Bank) schüttelte sich - trotz der Strapazen - vor Lachen, als er gestern Nachmittag an dem Neusser Quirinus vorbei radelte. Als er Heinz Kutsch am Streckenrand im Quirinus-Kostüm sah, war ihm aber der Neuss-Bezug nicht klar: „Ich dachte, die Spanier hätten Don Quichotte mitgebracht.“
Dass er dem Neusser Heiligen, Sankt Quirinus, begegnet war, wurde ihm erst gestern Abend bewusst, als ihn im Mannschaftsquartier der Anruf aus der NGZ-Redaktion erreichte - und er war sehr angetan. Jens Voigt kennt Neuss, und er mag Neuss. Der Sympathieträger ist Stammgast der „Tour de Neuss“, die er bereits gewann, und auch am Mittwoch, 30. Juli, wird er wieder auf der Kaiser-Friedrich-Straße an die Startlinie rollen. Voigt unterstützt als „Neusser Botschafter“ auch die Etappenort-Bewerbung der Stadt bei der „Tour de France“: „Das wäre doch eine tolle Sache, denn Neuss ist Radsport begeistert.“
Als es gestern im Finale hinauf ins 1520 Meter hohe Ziel in Hautacam ging, hatte Voigt längst seine Arbeit getan. Mit einer ganz starken Leistung hatte er seine Kapitäne Frank Schleck und Carlos Sastre in aussichtsreiche Position gebracht. Als „vorn die Post abging“, konnte es Voigt etwas geruhsamer angehen lassen: „Da hatte ich auch Zeit und Muße, einmal nach rechts und links zu schauen. Die Zuschauer waren großartig.“ Und er hatte seine helle Freude - auch wenn er den Neusser Heiligen nicht sofort erkannte ...
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