Osterath Unbekannte Brandstifter haben in den vergangenen Wochen rund um den Bommershöfer Weg sechs Müll- und Altpapiercontainer und eine Gelbe Tonne angezündet. Noch fehlt die Spur des Täters. Die Polizei hofft auf Beobachtungen von Zeugen.
Geschmolzenes und verbogenes Plastik, dazwischen Reste von Blechdosen und durch die Hitze zusammengebackene Kunststoff-Verpackungen: Aus einer gefüllten „Gelben Tonne“ an der Osterather Paul-Klee-Straße ist durch Brandstiftung ein Fall für den Sperrmüll und die Polizei geworden.
Unbekannte haben in den vergangenen Wochen am Bommershöfer Weg immer wieder nachts Müll- und Altpapiercontainer angezündet. In der Nacht zu Mittwoch zogen einer oder mehre Täter gegen 2.30 Uhr Paul-Klee-Straße und Käthe-Kollwitz-Weg entlang. Flammen schlugen bald darauf aus drei Müllcontainern und einer Mülltonne.
Diesmal hätte größerer Schaden entstehen können, denn die Plastiktonne brannte in der Nähe eines Kunststoffzauns und eines Autos. Zunächst rückten Polizei und Löschzug Osterath aus. Als klar war, dass die Brandstifter diesmal eine Serie von Bränden gelegt hatten, wurde der Löschzug Strümp ebenfalls alarmiert.
Am Ende kostete die Brandstiftung 30 ehrenamtliche Feuerwehrleute die Nachtruhe und versetzte dutzenden Bürgern der schmucken Siedlung einen Riesenschrecken. „Mitten in der Nacht brennt es plötzlich vor unserem Haus, und drei, vier Feuerwehrwagen stehen auf der Straße. Da hatte ich schon Angst“, berichtet eine junge Anwohnerin.
Die Flammen aus der „Gelben Tonne“ konnten von Polizisten mit Sprühlöschern erstickt werden, so dass lediglich der Zaun, nicht aber das geparkte Auto beschädigt wurden. Die Container wurden von den Wehrmännern mit Wasser gelöscht. An der Straße breitete sich Gestank nach verbranntem Plastik aus.
Die ausgebrannte Tonne steht nun an der Paul-Klee-Straße und wartet darauf, abgeholt zu werden. Immer wieder kommen kopfschüttelnde Anwohner wie Claudia Sunderland vorbei, und sie werfen einen Blick auf die geschmolzenen Plastik-Trümmer. „Warum machen Leute sowas?“, fragt sich die Anwohnerin.
Zuvor hatten bereits am 4. August und am 2. Juli am Bommershöfer Weg Altpapiercontainer gebrannt. Am 1. Juli hatte ein Container am Raiffeisenplatz Feuer gefangen. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.
Polizeisprecher Hans-Willi Arnold kann von Container-Bränden im gesamten Kreisgebiet bereits ein Lied singen. Die Streifenwagenbesatzungen würden nachts auch verstärkt nach Verdächtigen Ausschau halten. Viel mehr könne man nicht machen.
Wer etwas beobachtet hat, und Hinweise geben will, kann sich unter der Telefonnummer 0 21 31 / 30 00 mit der Polizei in Verbindung setzen.
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