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Rhein Fire schlägt Berlin Thunder 27:24: Sieg in letzter Sekunde

VON CAMILLO KLUGE - zuletzt aktualisiert: 02.05.2006 - 14:49

Held oder tragischer Held, Sieg oder Niederlage, genialer Passgeber oder nervliches Wrack - wie dicht dies alles beieinander liegt, demonstrierte Rhein Fire beim 27:24 (0:0; 14:3; 3:7; 10:14) gegen Berlin Thunder, ein Erfolg, der Fire die Tür zum World Bowl weiter sperrangelweit offen lässt.

War das erste Viertel noch eine Art Abtasten der Teams, änderte Fires zweiter Quarterback Timmy Chang das im zweiten Viertel drastisch. Direkt sein erster Pass auf Widereceiver Kendrick Starling ist 52 Yard weit. Wenige Sekunden später ein 30-Yard-Pass auf Chris Samp und Touchdown für Fire. 

Keine acht Minuten später das gleiche Spiel noch einmal: Chang mit 15 Yard-Pass auf Starling und direkt noch einmal mit einem 44-Yard-Pass in die Endzone wieder auf Starling. Ola Kimrin verwandelte die Extrapunkte sicher und so war Fire auf ein beruhigendes 14:0 enteilt. Berlin gelang allerdings 48 Sekunden vor der Pause ein 46-Yard-Fieldgoal durch Xavier Beitia.

Info

7. Spieltag:

Rhein Fire - Berlin Thunder 27:24
Hamburg Seadevils - Amsterdam Admirals 17:18
Cologne Centurions - Frankfurt Galaxy 10:17  

Doch nach der Pause drehte Berlin auf. Zunächst fing Brandon Middleton einen 18 Yard-Pass von Lang Campbell, Beitia traf zum Extrapunkt. Das konnte Fire nur mit einem 26-Yard Fieldgoal beantworten, das Kimrin gewohnt sicher verwandelte. Dann kam das finale Viertel, und das hatte es in sich.

Zunächst stolperte Fires erneut überragender Wirbelwind, Runningback Fredrick Jackson, und verlor dabei das Ei - an der eigenen 11-Yard-Linie. Little John Flowers dankte mit Touchdown für Berlin, Beitia steuerte einen Extrapunkt hinzu - 17:17.

Kurz darauf passiert Jacque Lewis, dem zweiten wieselflinken Runningback der Düsseldorfer fast das gleiche: auch er wird gefumbelt, allerdings "nur" an der eigenen 39-Yard-Linie. Doch auch hier zeigte Thunder kein Mitleid: Liitle John Flowers spazierte nahezu aufreizend lässig durch die überraschte Fire-Abwehr zum Touchdown, Beitia traf auch wieder und so lag Fire plötzlich 17:24 hinten.

Chris Samp (links) und Kendrick Starling durften zufrieden sein, die Widereceiver konnten gegen Berlin beide Touchdowns landen.  Foto: NGZ-Online
Chris Samp (links) und Kendrick Starling durften zufrieden sein, die Widereceiver konnten gegen Berlin beide Touchdowns landen. Foto: NGZ-Online

Doch nun zeigte Fire, was Team für Reserven hat. Allen voran Quarterback Henson, der bis dahin etwas blass war und Jackson brachten ihr Team nach vorn. Und so gelang Fire keine vier Minuten später durch Chris Samp (Touchdown nach 18 Yard Pass von Henson) und Kimrin (Extrapunkt) der Ausgleich.

Doch das reichte Fire nicht. Berlin wurde kein First Down gestattet und 1:52 vor Ende kam Fire wieder mit der Offensive aufs Feld. Henson zeigt großartiges Gefühl für die Zeit und sein Team. Drei Sekunden vor dem Spielende an der Berliner Acht-Yard-Linie wird noch einmal ein Auszeit genommen. Was folgt ist klar, aber da werden noch mal die Sinne geschärft, damit Kimrin auch unbehelligt kicken kann. Und Kimrin trifft per Fieldgoal und sichert Fire damit den wichtigen fünften Sieg.

Foto
 Foto: NGZ-Online
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