Lank-Latum Am Bürgerhaus in Lank-Latum wird nach gut drei Wochen Stillstand weiter gebaut. Erleichtert informierte Planungsdezernent Dr. Just Gérard am Freitag über die Wiederaufnahme der Arbeiten an dem 3,2 Millionen Euro teuren Projekt, direkt neben dem Technischen Verwaltungsgebäude am Wittenberger Weg. "Es ist depremierend, jeden Tag eine ruhende Baustelle zu sehen", sagte er. Der Kostenrahmen soll, so kündigte er an, aufgrund der Verzögerung nicht überschritten werden.
Zurzeit streiten Stadt und die Bauunternehmung Van Stephout aus Weeze über die Folgen des aufgekündigten Vertragsverhältnisses. Wie berichtet hatte der Weezer Unternehmer seine Gewährleistungszusage zurückgezogen. Zu Details wollte sich Gérard aufgrund des schwebenden Verfahrens nicht äußern. Doch offensichtlich wollte Van Stephoudt Veränderungen an dem von der Stadt entworfenen Bebauungsplan vornehmen, die die Stadt so nicht akzeptieren wollte. Daraufhin kündigte der Unternehmer die Gewährleistungszusage, und die Stadt trennte sich von ihm. "Das ist zwar selten, aber durchaus kein so ungewöhlicher Vorgang", zitierte Gérard aus der Bauvergabeordnung. In Paragraph 8 sind solche Vorgänge geregelt. schließlich habe das Unternehmen die Pläne vorher gekannt und sich um den Auftrag beworben, so die Stadt.
Die Firma Riem aus Tönisvorst wird jetzt dort weitermachen, wo Van Stephoudt aufgehört hat. Sie wird im vorgegebene Rahmen (architektonisch und finanziell) bauen und übernimmt dafür die Gewährleistung. "Unsere Vorgaben haben keinerlei Besonderheiten beinhaltet", erläutert auch Immobilienfachmann Claus Klein. "Was hier gebaut wird, entspricht dem Standard."
"Die Stahlbetonkonstruktion, Dämmarbeiten und die Außenverschalung fehlen an Gebäude noch, bevor es an die Inneneinrichtung gehen kann", erläuterte der Dezernent. Durch den Wechsel der Bauunternehmung rechnet er mit zwei Monaten Verzögerung im Bau. "Die Baustelle muss wieder neu eingerichtet werden", sagt Gérard. Im Sommer 2010, nach den Ferien, dürfte das neue Bürgerhaus jedoch fertig sein. Mit den Betrieben, die nach Fertigstellung des Rohbaus tätig werden sollen (Zimmermann, Glaser, Maler und andere), sei bereits der weitere Zeitplan besprochen worden.
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