Ein Ende der durch den Streik der Fahrer der Firma Rheinbus verursachten Ausfälle bei der Beförderung der Meerbuscher Schüler scheint in Sicht. Diese Hoffnung vertritt der städtische Öffentlichkeitsreferent Michael Gorgs. Demnach hat Bürgermeister Dieter Spindler bei einem Gespräch mit Vorstandsmitgliedern der Rheinbahn im Rathaus in Büderich auf eine Lösung des nun schon seit Wochen andauernden Problems gedrängt.
Immer wieder habe die Stadt die Missstände benannt, jetzt müsse endlich gehandelt werden. Diese Auffassung vertritt auch Franz Bauhaus aus Osterath. Seine Kritik geht über die durch den Streik bedingten Ausfälle hinaus. Seine Söhne Fabian und Tobias (beide elf Jahre) erlebten die Unzulänglichkeiten regelmäßig. So sei es wiederholt vorgekommen, dass die Haltestelle "Seniorenzentrum" nicht angefahren wurde, weil der Fahrer offensichtlich den Weg nicht gekannt habe. Bereits zweimal hätten "schlecht gewartete Busse zu Unfällen mit Personenschäden" geführt. Der allmorgendliche Halt an Haus Meer sei ferner ziemlich unsinnig, weil dort weder ein Schüler aussteige (warum sollte er auch?) noch ein Fahrgast in den völlig überfüllten Bus steige.
Höhepunkt der Unzulänglichkeiten sei aber der "Streik wegen tariflicher Auseinandersetzungen auf dem Rücken der Kleinsten". Die Rheinbahn habe ihrem Tochterunternehmen (49 Prozent) Rheinbus nun eine Frist gesetzt, berichtete Gorgs. Die Firmenleitung solle ein Konzept vorlegen, das die untragbaren Zustände beende. Das Konzept solle trotz des Streiks eine zumutbare und zuverlässige Beförderung der Kinder zur Schule und zurück sicherstellen. Den Jungen und Mädchen sei es nicht zuzumuten, mit großem Zeitaufwand mehrfach auf andere Linien umzusteigen, stellte Spindler gegenüber Rheinbahn-Vorstand Gerd Blumenthal klar.
Für den Fall, dass die von Rheinbus vorgelegte Konzeption nicht zum Erfolg führt, habe die Rheinbahn weiter gehende Schritte zugesichert. Gebeutelt sind etwa die Osterather Schüler des Büdericher Mataré-Gymnasiums, die morgens vergeblich an der Haltestelle warten. Eine Beförderungspflicht lasse sich aber nicht auf die eine spezielle Buslinie festmachen, heißt es. Schließlich böten die Verkehrsunternehmen noch andere Möglichkeiten, um von Osterath zum Gymnasium nach Büderich zu kommen. Die Buslinie 071 fahre bis Haus Meer, dort könnten die Jungen und Mädchen in die Stadtbahn U 76 umsteigen und bis zur Haltestelle Landsknecht in Büderich weiterreisen. Der Bürgerbus Büderich (Linie 038) bringe die Pennäler dann zum Gymnasium an der Niederdonker Straße. sti
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