Büderich Tiefflüge, Loopings und schnittige Maschinen - beim Modellflugtag der Büdericher Luftsportfreunde bekommen die Zuschauer einiges geboten. Besonders am Sonntag pilgerten zahlreiche Besucher zum Flugplatz am Apelter Weg.
Strahlender Sonnenschein und eine leicht wehende Brise sorgen für fast ideale Bedingungen. Vor dem Zaun, der Zuschauer und Piloten trennt, hatte sich zur Mittagszeit eine stattliche Zahl von Schaulusti- gen eingefunden - denn im Luft- raum über dem Modellflugplatz am Apelter Weg in Büderich tut sich mal wieder etwas.
Angesichts der guten Thermik wogen die blau-rot- weißen Tragflächen der YAK 112 in der Luft nur leicht hin und her. Seiten-, Höhen- und Ouerruder - die „Mini-YAK“ verfügt mit einer Spannweite von 180 Zentimetern über alles, was auch das größere Original ausmacht.
Dennoch ist es für Dietmar aus Grevenbroich kein normaler Flug. Denn sein schnittiges Modell hat noch einen Segelflieger im Schlepptau. Als die maximale Flughöhe erreicht ist, trennen sich die Wege der beiden Flieger. „Das sieht ja toll aus“, freut sich der Zehnjährige Lukas, der mit seinen Eltern bei einer Fahrradtour in Büderich vorbeigekommen ist.
Während Dietmar nach ein paar Runden seine YAK mit gesetzten Landeklappen sicher äuf der saftig-grünen Landewiese zu Boden gleiten lässt, beweist einer seiner Vereinskollegen noch, dass auch der Segelflieger in der Luft mächtig Tempo aufnehmen kann und eine gute Figur abgibt. „Das war ein Jungfernflug“, verkündet Gerhard Breker, als beide Modelle wieder sicher gelandet sind.
Der erste Vorsitzende der-Bü- dericher Luftsportfreunde mode- rierte in diesem Jahr den vom Ver- ein ausgerichteten Modellflugtag und versorgte das Publikum mit den nötigen Hintergrundinforma- tionen. Denn neben reichlich Freizeit er- fordert die Modellfliegerei auch eine gehörige Portion technische Sachkenntnis. „Nicht alle Modelle fliegen mit einem Benzin betriebe- nen Motor“, klärt Andreas Vendel auf. Einer der Teilnehmer gönnte seinem Jagdflieger im Miniaturformat einen Düsenantrieb.
Bei aller Dynamik in der Luft, rasanten Flugrollen und über 300 Kilometern pro Stunde Spitzengeschwindigkeit - ganz billig ist ein solcher Luxus nicht. „Die verbraucht schon eine Menge Kerosin“, weiß Vendel. Bewundernde Blicke des Publikums sind dem Piloten aber sicher, als er seine Maschine unbeschadet landen lässt. Doch nicht immer läuft beim Modellfliegen alles so reibungslos. So verschwindet am Samstag eine Maschine spurlos im benachbarten Maisfeld. „Solche Vorfälle sind aber die Ausnahme“, versichert Vendel lächelnd.
„Bei der Landung bin ich leider etwas zu hart aufgesetzt“, sagt Ven- del, der mit seinem Kunstflieger auch regelmäßig an den vereinsin- ternen Wettbewerben teilnimmt. Den Spaß am Wochenende hat das aber nicht gekostet. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf“, freute sich „Präsident“ Breker.
Nicht nur Flugzeuge konnten die Besucher am Apelter Weg bewundern. Denn auch einige Hub- schrauber hatten sich unter die Flieger gemischt. Ein besonders imposantes Exemplar bewies mit kleinen Feuerwerkskörpern an den Seiten Authentizität: Schließlich handelte es sich bei dem Modell um die Nachbildung eines Kampfhubschraubers.
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