Büderich Toni Selders (52) hält, was er verspricht. Davon überzeugte sich am Freitag Morgen auch der Meerbuscher Bürgermeister Dieter Spindler. Als Selders 2001 mit seinem Projekt an der Badendonkerstraße begann, kündigte er an, das Erscheinungsbild am Ortseingang zu verbessern.
Wer am Samstag über die Straße von Kaarst in Richtung Büderich rollt, sieht das schmucke Pflanzencenter linker Hand: „seldersTonimeerbusch“ wird an diesem Wochenende mit Tagen der offenen Tür in Betrieb genommen.
Zur Vorpremiere gehörte das über 30 000 Quadratmeter große Areal gestern der Familie Selders, den Mitarbeitern, den (Geschäfts-)Partnern und Nachbarn. In den Nachmittagsstunden segnete Pater Klein von St. Thomas Morus in Vogelsang - dort sitz Toni Selders dem Kirchenvorstand - zur Neueröffnung den Komplex ein.
Zu den Gästen im familiären Kreis gehörte auch Betty Selders (92), die vor sechzig Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Josef das Familienunternehmen gegründet hatte. Inzwischen steht bereits die dritte Generation bereit.
Auch ein Grund, dass Toni und Annemarie Selders in den neuen Zweitbetrieb investierten. Zwei Söhne haben sich beruflich für Gartenbau und Baumschule entschieden. „Zwei Söhne, zwei Betriebe“, sagt Toni Selders, „aber erst einmal müssen wir Erfolg haben. Es gibt auch Risiken.“ Der Stammsitz an der Bataverstraße im Neusser Norden, vor fast vierzig Jahren errichtet, wird jedenfalls weiter geführt.
Selders glaubt an die Kraft der Innovation: „Mit Konzepten aus der Zeit der Gärtnerei, ist heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen.“ Sprich: Ist kein Geld zu verdienen. Es gehe darum, dem Kunden für seine grünen Probleme eine überzeugende Lösung zu präsentieren: „Wenn wir das mit Kompetenz und Servicebereitschaft schaffen, dann sind wir auf dem richtigen Weg.“
Am Freitag wirkte das Selders-Team beim ersten (Ehrengäste-)Ansturm hoch motiviert. Der Abend war einem (fast) internen Fest vorbehalten: 200 feierten die Neueröffnung.
Am Samstag beginnt das Geschäft: Die Öffentlichkeit ist geladen, das Pflanzencenter präsentiert sich schön und modern. „Umweltschutz ist uns wichtig“, sagt Selders, „und wir wollten, dass die Aufbauten multifunktionalen Ansprüchen gerecht werden.“ Eine Caféteria mit Terrasse darf er zwar nicht eröffnen, aber geschlossene Gesellschaften kann er sich schon vorstellen: „Vielleicht kommt die Meerbuscher Wirtschaftsförderung einmal mit einer Veranstaltung zu uns.“
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