Rhein-Kreis Neuss: Kreis-Ranking: „Ergebnis hoher Produktivität“
zuletzt aktualisiert: 16.11.2006 - 21:30(NGZ) Rhein-Kreis Neuss (NGZ) Der Rhein-Kreis Neuss kommt beim Regio-Ranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bundesweit auf Platz 72; im landesweiten Vergleich liegt er hinter Düsseldorf an zweiter Stelle. IHK-Geschäftsführer Rainer Növer bewertet das positive Ergebnis als Ausdruck einer leistungsstarken und kapitalintensiven Industrie für hohe Produktivität sorgt.
„Ihre Leistungsfähigkeit zeigt sich auch an der hohen Exportquote von 56 Prozent. Von daher verwundert es nicht, dass das Einkommensniveau der hier beschäftigten, hochqualifizierten Arbeitnehmer deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt.“ Damit einher gehe eine hohe Kaufkraft, wovon nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die öffentliche Hand profitiere.
„Umso erstaunlicher ist daher die verhältnismäßig hohe Verschuldung der Gemeinden, die den Rhein-Kreis in dieser Kategorie im unteren Viertel des Rankings landen lässt“, sagt Növer. „Ähnlich problematisch ist die Tatsache, dass trotz hoher Steuereinnahmen die kommunalen Investitionsquoten unter dem Durchschnitt liegen.“ Hier bestehe seiner Ansicht nach die Gefahr, dass der Rhein-Kreis Neuss im Wettbewerb der Standorte langfristig an Boden verliere.
„Dass die Gründungsdynamik im Rhein-Kreis Neuss relativ gering ist, hat die IHK in der Vergangenheit bereits dazu veranlasst, hier verstärkt Existenzgründer-Tage zu veranstalten“, bilanziert der Wirtschaftsffachmann. „Insgesamt zeigt das INSM-Ranking: Der Rhein-Kreis Neuss kann sich mit seiner Wirtschaftskraft sehen lassen, doch wäre es falsch, jetzt die Hände in den Schoß zu legen.“
Kreiswirtschaftsförderer Jürgen Steinmetz spricht von einem „erfreulichen Ergebnis“. Die aktuelle Bewertung reihe sich ein „in die zahlreichen Auszeichnungen und Preise“. Nach dem jüngsten landes- und bundesweiten Ranking zur Wirtschaftskraft, bei denen der Rhein-Kreis auf Platz 2 und 6 gelandet war, sei diese Studie eine Bestätigung.
Als richtigen Schritt betrachtet Steinmetz vor dem Hintergrund des Rankings die Einrichtung eines Startercenter im Rhein-Kreis. „Wir werden auch weiterhin mit unseren Städten und Gemeinden die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ein unternehmer- und vor allem mittelstandsfreundliches Klima schaffen“, versichert er gegenüber der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.
















