Rhein-Kreis Neuss: Fahrt in die Vergangenheit
Rhein-Kreis Neuss (NGZO) Wie lebten und arbeiteten unsere Vorfahren? Die bäuerliche und handwerkliche Kultur des Niederrheins zeigt anschaulich das Freilichtmuseum Dorenburg in Grefrath (Kreis Viersen). Es ist heute Ziel der Radtour ab Kempen.
kempen/grefrath Der Fahrradausflug durch die reizvolle, flache niederrheinische Landschaft beginnt in Kempen. Hier sollte ein Rundgang nicht fehlen. Ein ausgeschilderter Weg führt zu 27 Baudenkmälern in der schmucken Altstadt. Dazu zählen die kurkölnische Burg, die Hessenmühle, die Propsteikirche, ehrwürdige Bürgerhäuser, die Alte Schulstraße mit ihren Fachwerkhäuschen oder das Kulturforum Franziskanerkloster.
Mitten in der Altstadt, auf dem Buttermarkt, beginnt unsere Tour nach Grefrath zum Niederrheinischen Freilichtmuseum. Nach 800 Metern stadtauswärts auf der Peter- und auf der Vorster Straße geht es rechts ab in den Brahmsweg, eine ehemalige, asphaltierte Bahntrasse. Linker Hand fällt die Pfarrkirche St. Josef mit ihrem schlanken Turm auf, der "Zeigefinger Gottes". Die achteinhalb Kilometer lange Strecke durch die Felder nach Grefrath ist zuverlässig ausgeschildert. An Gabelungen weisen weiße Tafeln mit rotem Fahrradsymbol und Pfeilen den Weg.
Die Tour
Routenlänge 19 Kilometer
Anreise Aus Richtung Duisburg A 40, Abfahrt Kempen.
Aus Richtung Mönchengladbach und Düsseldorf A 52, im Kreuz Neersen auf die A 44 in Richtung Krefeld, Abfahrt Münchheide, links ab über Landstraße in Richtung Tönisvorst/Kempen.
Aus Richtung Norden A 57, im Kreuz Moers Wechsel auf die A 40 Richtung Venlo, Ausfahrt Kempen.
Spielzeug und Pannekooke
Nach Überqueren der Hauptstraße in Mülhausen geht es etwas nach rechts versetzt geradeaus weiter auf einer Brücke über das Flüsschen Niers. Nach 6,1 Kilometern seit dem Start stößt der Weg auf eine Landstraße: Links runter geht es zum 200 Meter entfernten Flugplatz Niershorst: Ganz nah sind hier Starts und Landungen von Motor- und Segelflugzeugen zu sehen. Rechts runter führt der Radweg in Richtung Freilichtmuseum, immer geradeaus über einen Kreisverkehr hinweg, Nach zwei Kilometern ist das Ziel erreicht. Der Museumszugang befindet sich am Parkplatz rechts neben dem Eisstadion.
Für den Museumsrundgang sollten gut zwei Stunden eingeplant werden: Fachwerkhäuser, Hofanlagen, Schmiede, Gerberei, Schnapsbrennerei, Tante-Emma-Laden, ein herrlich bestücktes Spielzeugmuseum mit Modellbahnanlage unterm Dach sorgen für kurzweilige Information. Die Dorenburg aus dem 17. Jahrhundert zeigt Möbel bürgerlicher und adliger Wohnkultur – und aktuell, bis zum 22. November, die Sonderausstellung "Willkommen in den 60ern". Zur Stärkung mit Niederrhein-Spezialitäten lädt das Pannekookehuus ein.
Am Ende wartet der Eismann
Zurück nach Kempen geht es zunächst auf dem bekannten Hinweg, jedoch nach etwa einem Kilometer dann links ab auf den Langendonker Weg. Er führt in Richtung Norden über die Niers, durchs Niederfeld am Landgasthof "Zur Fluchtburg" vorbei zur Grasheider Straße (K 12). Dort links auf den parallelen Radweg und nach zwei Kilometern rechts ab zur Abtei Mariendonk und von dort über den Mühlenweg zurück nach Kempen. Auf dem Buttermarkt haben sich die Radler ein erfrischendes Eis redlich verdient.
Info Freilichtmuseum Dorenburg, Ruf 0 21 58 -91 73 0, 10 bis 18 Uhr (außer montags), Eintritt: drei/ein Euro (Erwachsene/Kinder) Internet www.kempen.de; www.freilichtmuseum-dorenburg.de Wegbeschreibung, Routenplan und -karte unter www.rp-online.de



















