Rommerskirchen: Vanikum außer Rand und Band

VON SEBASTIAN MEURER -
zuletzt aktualisiert: 07.02.2010 - 21:30

Rommerskirchen (NGZ) Eine bislang ungekannte Besucherresonanz erlebte jetzt der "Rheinisch-Karnevalistische Abend" in Vanikum. Im rappelvollen Schützenhaus feierten Jecken aus der ganzen Gemeinde bis in den frühen Morgen.

Die "Rut-Wieß"-eigenen "Gillbachsternchen" (Foto) glänzten ebenso wie die "Dancing Eyes" mit Kostproben ihres tänzerischen Könnens. Auf die Bühne traten auch die erst vergangenen Herbst gegründeten "Honey Girls" aus Anstel. ngz-foto: h. jazyk

Vanikum Peter Küx, Präsident der St.-Hubertus-Schützen und Manfred Domröse, der stellvertretende Vorsitzende des Männergesangvereins, kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: Mit einer derartigen Resonanz, wie sie jetzt die inzwischen siebte Auflage des "Rheinisch-Karnevalistischen Abends" im Schützenhaus erlebte, hatten dessen Organisatoren nicht im Entferntesten gerechnet.

Die gute Stube war rappelvoll, wobei sich Manfred Domröse insbesondere darüber freute, dass viele junge Leute den Weg zu der bis in die späte Nacht hinein andauernden Karnevalsparty gefunden hatten. Mit von der Partie waren natürlich auch die beiden Karnevalsgesellschaften "Rut-Wieß" Rommerskirchen sowie die Ansteler "Burgritter". Erstere waren mit ihrem Kinderprinzenpaar Tim Kossler und Lilly Miernik vertreten, wobei es Peter Küx mit besonderem Stolz erfüllt, dass der Sohn des amtierenden Vanikumer Schützenkönigspaares Maik und Andrea Kossler das Oberhaupt der Rommerskirchener Narren ist. Die "Burgritter" müssen in dieser Session zwar mit einem Dreigestirn passen, doch waren sie neben dem Vorsitzenden Günter Herbel, Geschäftsführerin Sabine Allroggen und ihrem Vertreter Jörg Sauer in großer Zahl in Vanikum vertreten. Die "Rut-Wieß" eigenen "Gillbachsternchen" sowie die "Dancing Eyes" glänzten ebenso mit Kostproben ihres tänzerischen Könnens wie die erst vergangenen Herbst gegründeten "Honey Girls" aus Anstel. Für Stimmung sorgte auch der Auftritt der Band " Die Fressköpp", die aus einem früheren "Burgritter"-Dreigestirn hervor gegangen ist.

Info

Tendenz stets steigend

Zunächst war es ein Neujahrsempfang der St. Hubertus-Schützen und der war schlecht besucht. Dann versuchten sie es mit dem "Rheinisch-Karnevalistischen Abend" und nach schleppendem Beginn kamen in den vergangenen Jahren stets mehr Besucher, ehe jetzt das Schützenhaus beim siebten Mal proppevoll war.

"Es gehen ja Gerüchte, dass Vanikum damit 2011 reif ist für das Programm in der Köln-Arena", scherzte Peter Küx zu bereits vorgerückter Stunde. Keinen Zweifel lässt Küx an der eindeutig kölschen Ausrichtung des Vanikumer Karnevals: "Ich halte es da mit unserem Ehrenmitglied Paul-Rolf Essel, der schon vor Jahren nachgewiesen hat, dass , Alaaf' immer der karnevalistische Schlachtruf am Gillbach war", so Küx. Wie immer es mit der "Kölle-Tauglichkeit" der Vanikumer Jecken bestellt sein mag – beschlossene Sache ist jedenfalls eine weitere Karnevalssause nach dem Rommerskirchener Umzug am kommenden Sonntag: Das Vanikumer Schützenhaus wird dann für die Narren etwa ab 15.30 Uhr geöffnet sein.

Natürlich werden auch Jecken aus Vanikum im Festzug von "Rut-Wieß" vertreten sein: Thomas Füßer vom Vorstand der St. Hubertus-Schützen marschiert mit seiner Gruppe seit bald 20 Jahren mit, diesmal werden "Ali Baba" und – nicht ganz 40 – Räuber auf der Piste sein. Erstmals beim Karnevalszug mit dabei sein wird das Vanikumer Tambourkorps "Einigkeit" um Marion Mikolajczak.

Quelle: NGZ

 
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