Rommerskirchen (NGZ). Auf dem Vronoverhof zwischen Widdeshoven und Wevelinghoven waren jetzt 68 Oldtimer-Traktoren zu bewundern. Die alten Landmaschinen sind längst ein berufsübergreifendes Hobby geworden.
Landwirtschaft zu betreiben, ist nun wirklich keine Voraussetzung dafür, Fan alter Traktoren zu sein. Der Rommerskirchener Schützenkönig Franz Eltner etwa ist kein Landwirt und bastelt dennoch in seiner Freizeit leidenschaftlich gern an den alten Landmaschinen herum. Gleiches gilt für seinen Giller Nachbarn Ingo Nehring: Zu Ehren – und zur Freude – des Königs hatte er beim Festzug seine private Sammlung kleinerer Traktoren am Straßenrand postiert.
Peter Kaufmann von den "Schlepperfreunden vom Gilbach" jedenfalls kann nur bestätigen, dass das Faible für die alten Schätzchen alles andere als berufsgebunden ist. "Es sind sogar Rechtsanwälte dabei – für vieles ist es ein einfach ein pures Hobby, die Dinger da hinzustellen", berichtet Kaufmann, der gemeinsam mit den "Schlepperfreunden" jetzt die zweite Auflage des Oldtimer-Traktorentreffens auf dem Vronoverhof organisiert hat.
Trecker-Treffen
Den Vronoverhof stellt die Familie Seegers den "Schlepperfreunden vom Gilbach" für ihre Traktorenschau zur Verfügung. Den "Schlepperfreunden" gehören aktuell 15 Mitglieder an. Die Oldtimertreffen sollen künftig alle zwei Jahre am letzten August-Wochenende stattfinden.
Natürlich forderte das Wetter seinen Tribut, doch den harten Kern der Traktorenfreunde konnte es nicht abschrecken: Immerhin 68 alte Traktoren waren auf dem Vronoverhof – gelegen zwischen Widdeshoven und Wevelinghoven – zu bestaunen. Nicht wenige ihrer Besitzer haben im mitgebrachten Bauwagen übernachtet. "Gemeinsam mit meinem Kumpel Torsten Hilgers bin ich vor zwei Jahren auf die Idee gekommen, ein solches Treffen zu organisieren", berichtet Peter Kaufmann über den Ursprung des PS-starken Events, der nach dem Willen der Initiatoren durchaus zur Traditionsveranstaltung werden soll.
Gut rheinisch wäre es 2012 soweit, wenn das dritte Treffen anstünde. "Jedes Jahr wäre zu oft, aber so freut man sich immer wieder darauf," sagt Kaufmann. Weit über das Gemeindegebiet hinaus über Neuss und Kaarst bis hin nach Mönchengladbach reicht das Einzugsgebiet des Oldie-Treffs. Auch wenn das Treffen keinen Wettbewerbscharakter hat und keine Preise vergeben werden, konnten die Besucher die alten Landmaschinen auch in Aktion erleben: Beim Hin- und Herziehen von Baumstämmen zeigten die Oldtimer ebenso ihre Leistungskraft wie vor dem Schleppschlitten.
Nicht nur auf diesem hatten die Kinder ihren Spaß, da das Ganze auf einem Privatgrundstück stattfand, konnten sie – natürlich unter Aufsicht – kleinere Traktoren auch selbst steuern. Betagtester unter den in Widdeshoven zum Zuge gekommenen Oldies war ein Lanz-Bulldog aus dem Jahr 1938, der über die heute geradezu lächerlich geringe Leistung von gerade einmal 25 Pferdestärken verfügt.
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