kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Rommerskirchen: B 477n: Bürgerschaft gespalten

VON SIMON HOPF - zuletzt aktualisiert: 12.03.2010 - 21:30

Rommerskirchen (NGZ). In der Schützenhalle Anstel informierten sich jetzt zahlreiche Bürger über die Umgehungsstraße. Vertreter der zuständigen Planungsbehörde gaben Erklärungen und standen Rede und Antwort.

Marianna Ertl (54): "Ich würde mich freuen, wenn es zu einer bemerkbaren Verkehrsberuhigung kommen würde." Foto: NGZ

Der Feldhamster, so putzig er ist, hat in der Gemeinde Rommerskirchen nicht allzu viele Freunde. "Mensch oder Hamster – wer ist wichtiger?" Eine Frage, die bei der Informationsveranstaltung zur B 477n am Donnerstagabend in der Schützenhalle plötzlich wieder im Raum stand. Der Verweis darauf, dass die Tiere strengsten Schutzbestimmungen unterliegen und deshalb – angesichts der dortigen Populationsgröße – die östliche Umfahrung von Frixheim und Butzheim "nicht gerichtsfest" sei, wie Bürgermeister Albert Glöckner es nannte, stößt nach wie vor auf einiges Unverständnis.

Info

Pläne sind ausgelegt

Die Planungsentwürfe liegen noch bis zum Montag, 22. März, zur üblichen Dienstzeit im Rathaus aus. Während dieser Zeit besteht die Möglichkeit, sich über die Planung, insbesondere über ihre Ziele und Auswirkungen, zu informieren und sich dazu mündlich oder schriftlich zu äußern.

In diesem Zusammenhang zitierte Erwin Klaedtke als Bürger in einer der vielen Fragerunden aus einem Schreiben, in dem RWE andeutet, dass zwischen Gohr und Rommerskirchen, und damit durch Hamstergebiet, eine Hochspannungstrasse angedacht sei. "Unten drunter ist Luft", bemühte sich Edgar Klein, Leiter der Regionalniederlassung Ville-Eifel von Straßen NRW, den Unterschied zur Straße aufzuzeigen.

Die ökologische Komponente bildete denn auch einen der Schwerpunkte der rund dreistündigen, gut besuchten Bürgerversammlung, bei der Vertreter der planenden Behörde Rede und Antwort standen. Dabei drehte sich vieles, wie gesagt, um den Hamster, der übrigens auch dort vorkommt, wo die favorisierte Westvariante (Bunkerlinie) verlaufen soll – nur eben nicht so häufig.

Rolf Martens (64): "Die Menschen in den Ortschaften werden erheblich mehr Lebensqualität haben." Foto: NGZ

Peter Smeets oblag es dabei als Landschaftsarchitekt, den vorgesehenen Straßenverlauf detailliert vorzustellen: eine Schneise, die teils in Tieflage durch die Landschaft geführt werden soll, über Äcker, deren Böden nachweislich zu den hochwertigsten Deutschlands gehören. Dass die Landwirtschaft erheblich tangiert sein wird, machte Hubertus Velder als stellvertretender Ortslandwirt deutlich: Er brachte das Thema Flurbereinigung ein und mahnte an, das Ganze zügig anzugehen. Keinesfalls dürfte das Umlegungsverfahren ebenso schleppend verlaufen wie im Zusammenhang mit der B 59n: "Das ist nicht nachvollziehbar."

Erwin Klaedtke (70): "Die neue Straße zerschneidet die ganze Gemeinde. Unmöglich, was die da bauen wollen." Foto: NGZ

Nachfragen gab es unter anderem zur Kreuzung der B 477n mit der Bahnstrecke: "Warum eine Brücke? Geht nicht auch eine Unterführung?" Auch die Berücksichtigung von durch Rad- und Fußgänger benutzten Feldwegen wurde angesprochen sowie die Verknüpfung von B 477n und B 59n. Der Einwand, ob der Plan zum Neubau der Straße nicht zugunsten anderer Maßnahmen (Maut, Rückbau) aufgegeben werden könne, zielte ins Leere: Laut Bürgermeister Glöckner ist die B 477 eine "Mautumgehungsstraße". Dass die B 477n kommen muss, machte ein anderer Diskussionsteilnehmer deutlich: "Wer dagegen ist, sollte hier mal wohnen." – Dafür gab's Applaus!

Quelle: NGZ

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR

Rommerskirchen

Chansons im Kaffeehaus

Eigentlich hatte Hans-Peter Kempkes mit dem französischen Chanson nicht allzu viel am Hut – die musikalische Begleitung von Opernsängern lag dem Pianisten viel mehr. Bereits im Alter von acht Jahren begann der musikinteressierte Kempkes, das ... VON Sebastian Meurer  mehr

 

Rommerskirchen

Senioren gestalten Freizeit selbst

Weil damals zu wenig für die Senioren des Orts geschah, gründete Peter Mahr den Seniorenklub der Ansteler St.-Sebastianus-Bruderschaft. Der konnte jetzt sein zehnjähriges Bestehen mit vielen Gästen feiern. VON Sebastian Meurer  mehr

 
 
 
 
 
BILDER AUS ROMMERSKIRCHEN
Mädchensitzung der Karnevalsgesellschaft "Rut-Wieß"
Mädchensitzung der Karnevalsgesellschaft "Rut-Wieß"
Mädchensitzung der Karnevalsgesellschaft "Rut-Wieß" mehr 
 
Mädchensitzung der Karnevalsgesellschaft "Rut-Wieß"
Mädchensitzung der Karnevalsgesellschaft "Rut-Wieß"
Mädchensitzung der Karnevalsgesellschaft "Rut-Wieß"
mehr 
Trödelmarkt in Horst Lichters Oldiethek
Trödelmarkt in Horst Lichters Oldiethek
Noch bis Mittwoch, 23. November, läuft der ..
mehr 
120 Jahre alte Buche gefällt
120 Jahre alte Buche gefällt
Um Spaziergänger nicht zu gefährden, musste eine 120 Jahre ..
mehr 
2. Rennradbörse in Nettesheim
2. Rennradbörse in Nettesheim
Bei der zweiten Rennradbörse hat Organisator Thomas Busch, ganz ..
mehr