Rommerskirchen (NGZ). Das in der Nähe der Gillbachschule geplante Hochsilo wird farblich nicht attraktiver gestaltet. Für den neuen Netto-Markt am alten Silo-Standort soll der Steinbrink verkehrsberuhigt werden.
Bedenken vorwiegend ästhetischer Art hatte die SPD im Mai angesichts der geplanten Verlagerung des Standorts der Buir-Bliesheimer Genossenschaft geltend gemacht: Ihr Fraktionsvorsitzender Heinz-Peter Gless wünschte sich seinerzeit "mehr Farbe" für das neue Hochsilo, das etwa 200 Meter entfernt von der Gillbachschule entstehen soll und die "Skyline" Rommerskirchens prägen wird wie sonst nur die BoA-Blöcke in Neurath. Lindern lassen sich die nicht allein bei den Sozialdemokraten verbreiteten Bauchschmerzen allerdings nicht, wie Wirtschaftsförderer Elmar Gasten im Gemeinderat deutlich machte: Dem von der Genossenschaft beauftragten Architekturbüro zufolge sind "nur verzinkte Silobleche lieferbar."
Zahlen und Fakten
40 000 statt bisher 10 000 Tonnen Getreide will die Buir-Bliesheimer im neuen Silo einlagern. Sie gibt dafür ihre Standorte in Bocklemünd und Niederaußem auf. Der Netto-Markt auf dem Silo-Gelände in Eckum soll eine Verkaufsfläche von 799 Quadratmetern haben, der heutige Markt an der Bahnstraße verfügt über 431.
Die Idee, dieses etwas peppiger zu gestalten, verwirft das Ingenieurbüro, weil "fast alle Farbbeschichtungen direkten Kontakt zu Lebensmitteln" hätten. Stattdessen favorisieren die Architekten einen "effektiven Staub und Lärmschutz." Wie Gasten deutlich machte, soll das Hochsilo nicht 34, sondern "lediglich" 30 Meter hoch werden. Auch eine von UWG-Fraktionschefin Ulrike Sprenger ins Gespräch gebrachte bauliche Einfassung der Silos kommt laut Bürgermeister Albert Glöckner nicht in Betracht.
Einen weiteren markanten Punkt wird die Beladehalle bilden, die mit 28 Metern doppelt so hoch ist wie die benachbarte Schule: " Es ist ein gewaltiges Gebäude, da führt kein Weg dran vorbei", so der Bürgermeister. Auch zum Netto-Markt, der an der Stelle des heutigen Silos am Steinbrink entstehen soll, gab es Neues zu vermelden: Albert Glöckner zufolge hat ein Gutachten inzwischen die für die Verlagerung des heutigen Netto-Markts inklusive einer Verdopplung der Verkaufsfläche wichtige Frage bejaht, dass es sich im Bereich von "Alt-Eckum" um einen "zentralen Versorgungsbereich" handelt. Die Buir-Bliesheimer hat das Gelände bereits an den Lebensmittelkonzern Edeka abgegeben, zu dem Netto gehört. Die Bauvoranfrage sei gestellt, so Glöckner. Derzeit laufe das Ämterbeteiligungsverfahren, wobei noch weitere Gutachten einzuholen seien. "Dann bildet sich der Kreis ein Urteil und informiert die Bezirksregierung", so der Bürgermeister. Laut Albert Glöckner wird der Kreis empfehlen, die Anlieferung für den neuen Supermarkt vom Steinbrink weg zu verlegen. Die Planer seien derzeit damit beschäftigt, "das obere Ende des Steinbrinks neu zu planen" und "verkehrsberuhigend" auf die Straße einzuwirken.
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