Rommerskirchen (NGZ). Die Kabarettabende im Kultucafé Eckum gehen in die 20. Saison. Thomas Spitzer, Walter Grubert und Hilmar Konrad bilden das Organisationsteam der erfolgreichen Veranstaltungsreihe.
Eckum Bei allem Optimismus, den das Team des Kulturcafés 1991 an den Tag legte: Dass das Kabarettprogramm einmal in seine 20. Saison gehen würde, damit haben Thomas Spitzer und Walter Grubert nicht gerechnet. "Wir haben damals einen Markt eröffnet, das war großartig", erinnert sich Thomas Spitzer an die Anfänge im Evangelischen Gemeindezentrum.
Was heute leicht vergessen wird: Vor gut 20 Jahren waren auch in den Nachbarkommunen regelmäßige Kabarettabende Mangelware. "Es gab viele, die das nachgeahmt haben", so Spitzer, dem zufolge das Eckumer Kulturcafé auch für das Knechtstedener Kabarettprogramm so etwas wie eine Initialzündung war: In den frühen 90er Jahren zählte auch Direktor Josef Zanders zu den Gästen in Eckum. Neben Spitzer und Grubert gehörte damals Axel Bellinger zu den Mitinitiatoren, vor gut einem Jahrzehnt stieß Hilmar Konrad zum Team.
Start mit Sia Korthaus
Am Freitag eröffnet Sia Korthaus mit ihrem Programm "Auch Glückskekse krümeln" die 20. Saison im Kulturcafé. Los geht es wie immer um 20 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum, das ab 19 Uhr geöffnet ist. Karten: Abendkasse oder im Gemeindebüro am Grünweg, täglich9–12 Uhr.
Angefangen hat alles damit, dass im August 1990 ein Programm mit Tucholsky-Texten nur ein spärliches Publikum von etwa 30 Leuten anlockte: "Das machen wir professioneller", war man sich seinerzeit einig. Gut ein halbes Jahr später startete das Kulturcafé mit einem Auftritt von Felix Janosa.
Was den Betreibern von Anfang an wichtig war: Die Kabarettabende – zunächst vier und schon bald fünf im Jahr – sollten in echter "Kaffeehaus-Atmosphäre" stattfinden. Angebote, in größere Säle zu wechseln, hat das Team folglich stets abgelehnt, obwohl es diese mit seinem Programm zeitweise spielend hätte füllen können: Absoluten Rekordbesuch konnte Mitte der 90er Jürgen Becker mit seinem "Biotop für Bekloppte" verzeichnen, als sogar sämtliche Sitzplätze auf dem Fußboden besetzt waren.
Vorbei sind inzwischen allerdings die Zeiten, als die Künstler für einen Auftritt in Eckum unterhalb ihrer sonstigen Gage geblieben sind. "Da spielen die Manager nicht mehr mit", weiß Walter Grubert. "Anfangs haben wir bei Speditionen leere Paletten geschnorrt", blickt Thomas Spitzer auf die Anfänge des "Bühnenbaus" zurück: Inzwischen verfügt das Kulturcafé längst über eine dauerhafte Bühne, und die Lichtanlage ist kabarettistisch-ehrwürdiger Herkunft, handelt es sich dabei doch um die alte Anlage der Bonner "Springmäuse". An der Aufgabenverteilung zwischen den Organisatoren hat sich bis heute nichts geändert: "Hausherr" Thomas Spitzer ist Moderator, Tontechniker und Beleuchter in einem, Walter Grubert zeichnet für die Verträge mit den Künstlern verantwortlich, während Hilmar Konrad für die Kasse zuständig ist. Gefeiert werden soll 2011, wenn das Kulturcafé seine 20. Saison hinter sich hat.
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