Rommerskirchen (NGZO). Die deutsche Umwelthilfe schreibt einen Wettbewerb aus: Rommerskirchen will sich für den Titel einer "Bundeshauptstadt des Klimaschutzes" bewerben und übernimmt damit kreisweit eine Vorreiterrolle.
Energie-Contracting
Eines der ersten und zugleich wichtigsten Projekte des bisherigen Energiesparbeauftragten Lothar Hoffmann war das so genannte Energie-Contracting, das ein wesentlicher Faktor für die Verleihung des European Energy Award durch NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben war. Der externe Contractor versieht die Energieanlagen der Gemeinde mit Steuerungs- und Regelanlagen.
Rommerskirchen Das umweltpolitische Engagement der Gemeinde Rommerskirchen erschöpft sich beileibe nicht in Worten: Die in den vergangenen Jahren erzielten Preise und Auszeichnungen sprechen hier eine deutliche Sprache. Konnte sich die Gemeinde 2008 über den "European Energy Award" freuen, gab es vergangenes Jahr von der Deutschen Umwelthilfe eine Auszeichnung zum "Klimaschutzprojekt 2009": Hiermit wurde der Beitrag der schon seit etlichen Jahren vom Land NRW als "fahrradfreundliche Kommune" eingestuften Gemeinde für eine klimaschonende Verkehrsentwicklung gewürdigt.
Auf seinen noch frischen Lorbeeren ausruhen will sich Rommerskirchen keineswegs, wie Daniela Parente deutlich macht, die seit 2003 das Energie-Team im Rathaus geleitet hat – eine Funktion die sie kürzlich an den neuen Energiesparbeauftragten Karl-Otto Bienert übergeben hat: "Es gibt alle drei Jahren ein großes Audit, wird der bisherige Standard nicht eingehalten, wird auch der European Energy Award wieder aberkannt."
Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Teilnahme an einem weiteren Wettbewerb, bei dem die Deutsche Umwelthilfe die "Bundeshauptstadt des Klimaschutzes" sucht. "Bis Ende März müssen die Unterlagen eingereicht werden", so Daniela Parente. Rathaussprecher Elmar Gasten sieht die Gemeinde kreisweit auch bei diesem Projekt als Vorreiter: "Wieder einmal." Ob sich neben Grevenbroich als "Bundeshauptstadt der Energie" in unmittelbarer Nachbarschaft die "Bundeshauptstadt des Klimaschutzes" befinden wird, vermag Gasten natürlich nicht zu sagen, erst einmal heißt es für die Gemeinde dabei zu sein, um etwaige Chancen nutzen zu können.
Ein Großteil der Mittel, die das Konjunkturpaket II für Rommerskirchen zur Verfügung gestellt hat, wird für Energiesparmaßnahmen verwendet, insgesamt liegt der hierfür vorgesehene Betrag bei gut 600 000 Euro. Zu den wichtigsten Vorhaben zählt die energetische Sanierung des Historischen Rathauses an der Eckumer Bahnstraße. Eine Wärmebildaufnahme des Gebäudes hat gezeigt, dass insbesondere die Alu-Fenster ersetzt werden müssen, "das Mauerwerk ist jedoch okay", wie Daniela Parente berichtet. Bereits 2009 war die Mehrzweckhalle am Nettesheimer Weg mit einer Wärmeschutzverglasung versehen worden. Die gern reklamierte Vorreiterrolle übt Rommerskirchen auch bei der umweltschonenden LED-Beleuchtung aus: Zwei Straßen im Neubaugebiet Mariannenpark wurden 2009 in einem Gemeinschaftsprojekt mit den Stadtwerken Düsseldorf mit jeweils drei LED-Leuchten ausgerüstet.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.