Rommerskirchen (NGZ). Eckum Am Dienstag ist es endlich soweit: Mit diesem Datum wird erstmals die Bezeichnung „Stadt Eckum“ in allen offiziellen Papieren eingeführt. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet hatte der Gemeinderat diese Regelung am 1. April des letzten Jahres beschlossen.
Diese Entwicklung kommt für viele Rommerskirchener nicht unerwartet: Eckum hat sich im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte immer mehr zum Gemeinde-Mittelpunkt heraus kristallisiert: Der Bahnhof Eckum, das Rathaus, das neue Ärztehaus und das riesige Einkaufszentrum, die zum großen Teil auf Eckumer Boden entstanden ist, waren Grund genug, diesen Wechsel jetzt vorzunehmen.
„Dass auch der Bürgermeister ein Eckumer Einwohner ist - er wohnt auf dem Grünweg - macht diese Namensänderung geradezu zwingend“, sagt ein Bürger aus Eckum, der verständlicherweise nicht namentlich genannt werden will. Eckum beherbergt zudem noch zwei Apotheken, neben den Allgemeinmediziner noch zwei Zahnärzte, eine große Agrargenossenschaft mit Haus- und Gartencenter sowie die evangelische Kirche.
Mit einer neuen Flurbereinigung soll nun auch die Gillbachschule, das Hallenbad, der Fußballplatz und das Tennniszentrum nach Eckum eingemeindet werden. Zukünftig soll auch nur noch ein Bürger- und Schützenfest in Eckum gefeiert werden, dass in den vergangenen Jahren ohnehin schon das Vereinsleben in der Flächengemeinde dominierte. Der Karnevalsumzug wird aber nach wie vor in Rommerskirchen seinen Ausklang finden, da dann die meisten Kamellen und Strüssjer in Eckum bereits geworfen worden sind. In das Wappen der Gemeinde wird zukünftig die Riesenrübe aufgenommen, die weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist und als neues Wahrzeichen dient. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im nicht-öffentlichen Teil beschlossen.
Mit dem Land Nordrhein-Westfalen wird derzeit noch in intensiven Gesprächen geklärt, wann Eckum die Stadtrechte erhalten soll. Nach einer aktuellen Stellungnahme des Ministeriums wird diese Entscheidung noch etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. Leider negativ beschieden wurde der Antrag des Gemeinderates allerdings nach dem eigenen eigenen Kreis. Das Autokennzeichen sollte „ECK“ lauten. Vor allem Dieter Patt, Landrat des Rhein-Kreises Neuss, sprach sich dagegen aus. Dennoch will Eckum weiter für die Stadtrechte und Kreisfreiheit kämpfen.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.