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Rommerskirchen: Eine Institution im Ruhestand

zuletzt aktualisiert: 23.06.2008 - 21:29

Rommerskirchen (NGZ). Rommerskirchen Seit Jahrzehnten war er geradezu ein Institution an der Gillbachgrundschule - am Dienstag wird sie ihren Hausmeister Friedel Abts mit einer Feierstunde in den Ruhestand verabschieden. Neben Schulleiterin Elke Lorleberg wird auch Bürgermeister Albert Glöckner Abts würdigen.

Nach mehr als 33 Jahren im Dienst verlässt Friedel Abts die Schule.  Foto: NGZ
Nach mehr als 33 Jahren im Dienst verlässt Friedel Abts die Schule. Foto: NGZ

Ebenfalls die Schüler haben das eine oder andere für ihren langjährigen Hausmeister vorbereitet, der seit mehr als 33 Jahren im Dienst der Gemeinde stand. „Heute ist Montag, da streitet man nicht“, zitiert die Schulzeitung „Flüstertüte“ einen beliebten Spruch von Friedel Abts, mit dem er auf dem Schulhof kleinere „Kabbeleien“ zu schlichten pflegte.

„Viel Schönes“ habe er während seiner Zeit als Hausmeister erlebt, blickt der 62-Jährige zurück. In besonders nachhaltiger Erinnerung geblieben ist ihm der Weltjugendtag 2005: Seinerzeit waren in der Schule und der benachbarten Turnhalle 750 junge Katholiken aus aller Herren Länder untergebracht. Auch wenn Abts seinerzeit von morgens halb sechs bis spät in die Nacht hinein im Einsatz war - „es war herrlich“, beschreibt er den harmonischen Ablauf.

Am meisten vermissen werde er in seinem Ruhestand die Kinder, sagt der gebürtige Vanikumer: Immerhin hat er gemeinsam mit den Lehrern stets auch die Pausenaufsicht wahrgenommen und dabei keineswegs nur als Streitschlichter agiert. Wenn kleinere Wehwehchen zu kurieren waren, wusste er stets Rat und auch als „Retter des Klassenballs“ ist er unzählige Male hervorgetreten, wenn das gute Stück beim Bolzen in für die Schüler unzugänglichen Bereichen gelandet war.

Mit seiner Frau Erika ist Friedel Abts seit 1967 verheiratet. Der Vater zweier Söhne ist mittlerweile zweifacher Großvater und auch ansonsten ist ihm nicht bange davor, dass es im Ruhestand womöglich langweilig zugehen könnte. „Ich habe jeden Tag ein anderes Hobby“, sagt Friedel Abts. Seit 25 Jahren hält er sich mit Laufen fit, darüber hinaus filmt und fotografiert er gern. Im Ruhestand will er zudem auch wieder im Männergesangverein Vanikum aktiv werden. Darüber hinaus gehört er seit 1962 der Vanikumer Artillerie an und wie es der Kalender will, kann Friedel Abts am Samstag des Vanikumer Schützenfests mit seinen Kameraden Geburtstag feiern. Grund zum Feiern hatte der eingefleischte Anhänger des 1. FC Köln angesichts des Wiederaufstiegs der Geißböcke schon in den vergangenen Wochen.

Seine guten Kontakte zum einstigen FC-Profi Christian Müller bescherten vor einigen Wochen etlichen Nachwuchskickern der SG Rommerskirchen/Gilbach die Möglichkeit, beim Spitzenspiel gegen Hoffenheim gemeinsam mit den Teams ins ausverkaufte Rhein-Energie-Stadion einzulaufen.

Nicht ganz so bekannt ist eine andere Seite des Wirkens von Friedel Abts, der als effektiver „Hilfssheriff“ dazu beigetragen hat, dass die Polizei manchen Ganoven festnehmen konnte. Den einen oder anderen Einbrecher hat er auch selbst schon einmal so lange festgehalten, bis die Ordnungshüter eintrafen. Besonders spektakulär war dabei ein Einbruch in das seinerzeit im Bau befindliche Seniorenheim der Caritas: Die Polizei war schon wieder abgezogen als Abts auf eigene Faust zwei weitere Einbrecher stellen konnte. Auch an der Politik ist Friedel Abts nach wie vor interessiert, der von 1988 bis 2003 dem Gemeinderat angehörte. Derzeit ist er sachkundiger Bürger für die CDU, doch bei der Kommunalwahl 2009 will er sein Ratsmandat zurückzuerobern.

Quelle: NGZ


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