Rommerskirchen (NGZ). Anfassen, ausprobieren und Naturwissenschaften begreifen – die Miniphänomenta in der Grundschule Frixheim macht das möglich. 46 spannende Stationen laden am Samstag von 11 bis 15 Uhr zum Mitmachen ein.
Ein Schatten ist immer grau und Würfel können nicht rollen? Von wegen – die Ausstellung Miniphänomenta beweist das Gegenteil. Staunende Kinderaugen sind garantiert, wenn an einem der 40 Stationen in der Grundschule Frixheim und der benachbarten KiTa Pusteblume naturwissenschaftliche Phänomene hautnah erlebbar sind.
Tasten, anfassen und mitmachen ist ausdrücklich erwünscht und führt zu begeisterten Erkenntnissen unter den Fünf- bis Zehnährigen. "Eine Kerzenflamme braucht Sauerstoff, damit sie brennen kann", weiß Cornelius, nachdem er mit verschiedenen Gläsern die Brennkraft einer Kerze untersucht hat.
Miniphänomenta
Initiator Die Ausstellung ist ein Projekt der Uni Flensburg und der Nordmetallstiftung.
Ziel Kindern naturwissenschaftliche Phänomene erklären und sie durch Interaktivität begreifbar machen.
Vorbereitung Zwei Jahre dauerte die Planung inklusive Lehrer-Fortbildungen.
"Umso kleiner das Glas, desto kürzer leuchtet die Flamme", erklärt der Neunjährige stolz und gibt zu: "Das wusste ich vorher noch nicht." Rektorin Astrid Kleine ist begeistert von den Eindrücken ihrer Schüler: "Sie lernen auf spielerische Art die typischen Alltagsphänomene kennen, können selbst experimentieren, erfahren, reflektieren."
Ganz gespannt und still schauen die Kinder auf die einzelnen Ausstellungsstücke, warten darauf, was passiert. Rollt die eine Kugel schneller als die andere? Warum braucht der linke Klotz beim Fall länger als der rechte?
Es wird überlegt und diskutiert, jeder will ausprobieren und plötzlich ist klar: Luft ist mehr als Nichts, mit der Wärme der Hände kann Strom erzeugt werden, verschiedene Materialien können unterschiedliche Kräfte entwickeln. "Wer hat sich so was ausgedacht?", fragt Cornelius erstaunt. Schulleiterin Kleine lacht, freut sich über das Begreifen und Erleben der Welt.
Ins Leben gerufen haben die Wanderausstellung die Uni Flensburg und die Nordmetall-Stiftung. Das Projekt soll die naturwissenschaftliche Bildung von Grundschülern nachhaltig verbessern. "Denn was man selbst erlebt, lässt sich gut merken", meint Kleine. Neben den geliehenen Stationen haben sich Eltern aktiv für den Bau weiterer Experiment-Stücke eingesetzt. Handwerklich begabte Väter machen es möglich, dass zehn Phänomen-Stationen auch künftig für die Schüler zur Verfügung stehen. Hilfe bei der Finanzierung hat der Förderverein geleistet.
"Die Modelle werden auch in der Projekt-Woche im Juni eine große Rolle spielen, wenn es um das Thema Naturwissenschaften geht", sagt Astrid Kleine. Dann werden die Sechs- bis Zehnjährigen erneut experimentieren und können das neu gewonnene Wissen direkt einsetzen. Künftige Fragen: Warum ist eine Zitrone sauer und wie wird Salz hergestellt? Wer selbst herausfinden möchte, wie Solar-Licht hergestellt wird oder mit Bleistiften Töne erzeugt werden, werden dann beantwortet.
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