Rommerskirchen (NGZ). Rommerskirchen (S.M.) Die Kreiswerke erneuern derzeit die Frischwasserleitungen im Gemeindegebiet: In diesem Jahr sind Widdeshoven und Evinghoven an der Reihe.
In diesem Zuge wurden die Kreiswerke auch gebeten, Leerrohre mit zu verlegen, die für DSL-fähige Glasfaserkabel geeignet sind.
Mit Erfolg: Wie die Verwaltung jetzt mitteilte, sind die Kreiswerke bereit, diese Leerrohre zu verlegen, in die gegebenenfalls Leitungen anderer Versorger eingezogen werden könnten.
Weniger günstig sieht es zurzeit allerdings mit dem Rommerskirchener Wunsch aus, dass RWE die Bauarbeiten dazu nutzt, seine Freileitungen künftig unterirdisch anzubringen.
Wie die zuständige RWE-Tochter Rhein-Ruhr-Netzservice gegenüber der Gemeinde deutlich gemacht hat „ist eine Mitverlegung unserer Versorgungsleitungen zurzeit nicht vorgesehen.“
Der Grund, den Jürgen Köchling und Willi Hermanns von RWE Rhein-Ruhr hierfür gegenüber Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert genannt haben: Während die Verlegung der Frischwasserleitung ausschließlich im Straßenbereich erfolge, lägen die RWE -Versorgungsleitungen vorwiegend im Bereich der Gehwege, um eine Beschädigung der Fahrbahnoberfläche zu vermeiden.
Eine Verkabelung des dort vorhandenen Freileitungsnetzes sowie die Verlegung in den Gehwegbereich ist erst vorgesehen, wenn die bisherigen Leitungen das „Ende der technischen Lebensdauer“ erreicht haben.
CDU-Ratsmitglied Gerhard Heyner mag sich damit nicht abfinden. Ihm zufolge habe RWE „eine große Chance, die unansehnlichen, antiquierten Freileitungen unterirdisch einzubringen.“
Für den Kreistagsabgeordneten gibt es mehrere „Gründe für die Mitverlegung“ der RWE-Leitungen: „Bei jeder Maßnahme zu Dachsanierungen muss aus sicherheitstechnischen Gründen das Freileitungsnetz durch RWE Power abgeschaltet werden“, heißt es in einem Brief Heyners an das Neusser Regionalzentrum von RWE Rhein-Ruhr.
„Nur am Rande“ erwähnen mag Heyner „eine mögliche Gesundheitsgefährdung der Hausbewohner durch Abstrahlungen von permanentem Elektrosmog durch die oberirdischen, veralteten Stromführungsleitungen.“
Gerhard Heyner wirft die Frage auf, wann genau die Leitungen das genannte technische Verfallsdatum erreicht haben. Er hegt die Befürchtung, dass zumindest „in zeitlich absehbarer Zukunft“ die Bürger „mit einem neuen Aufriss der Straßen und Gehsteige erfreut werden.“
Mit Blick auf den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, in dem die Rommerskirchener Bürger „besonders aktiv“ seien, könnte nach Auffassung des CDU-Kommunalpolitikers auch RWE „mit etwas gutem Willen“ einen Beitrag leisten.
Lustige Räder von Windkraftanlagen und tolle Mega-Stromerzeugungsgebilde tragen nicht wirklich zu einer Verschönerung unserer ländlichen Idylle und zum seelischen Wohlbefinden der Anwohner bei.
Gerhard Heyner zufolge wäre RWE „gut beraten, mit diesen kleinen Maßnahmen für den Bürger Signale zu setzen.“ Locker lassen mag er nicht. Einen ersten Ortstermin mit RWE-Vertreter Willi Hermanns hatte Heyner vor einigen Tagen.
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