Rommerskirchen (NGZ). Rommerskirchen (S.M.) Auch wenn vom Frühling beim Frühjahrsputz der Gemeinde keine Rede sein konnte, den Elan vieler ehrenamtlicher Helfer vermochte der anhaltende Regen auch in diesem Jahr nicht bremsen. Über 850 Mitwirkende waren am Samstag oder schon während der Woche ausgeschwärmt, um bei der neunten Auflage der Aktion „Fit für den Frühling“ den Müll anderer Leute einzusammeln.
Den Anfang hatten erneut die Kinder der drei Grundschulen gemacht, zum Abschluss griffen jetzt auch die Vereine und andere Einrichtungen ins Geschehen ein, wobei die Feuerwehr ebenso mit von der Partie war wie der Bauhof. „Unsere Kindertagesstätten und Schulen haben sich mächtig ins Zeug gelegt“, würdigte Bürgermeister Albert Glöckner deren Engagement: Gezeigt habe sich, „dass Kinder viel verantwortungsbewusster sind, als Erwachsene manchmal denken, und dass sie auf Umweltbelange besonders sensibel reagieren.“ Diejenigen, die sich an einer solchen Aktion beteiligen führen Glöckner zufolge „das Wort Verantwortung nicht nur im Mund, sie handeln verantwortungsbewusst“, attestierte der Bürgermeister den Mitwirkenden.
Zum mittlerweile fünften Mal beim Frühjahrsputz dabei war die Marathon-Gruppe des Turnvereins Rommerskirchen: Heinz Sindorf und Ingo Nehring hatten sich des Bahnhofs angenommen, der seinem Ruf bei illegaler Müllentsorgung einmal mehr gerecht wurde. Unter anderem wurden dort vier demolierte, gleichwohl jedoch fest angekettete Fahrräder gefunden. Der „Renner“ in dieser Saison waren Batterien von Fotoapparaten, die zuhauf weggeworfen worden waren. Anders in Vanikum, wo der Förderverein sammelte.
„Es wird immer besser“, lautet das Fazit des Vorsitzenden Uwe Wiegelmann. In Widdeshoven hat der Schützenverein die Federführung, wobei Oberstadjutant Friedhelm Hirtz diesmal zur Verstärkung seine Jägerkollegen mitgebracht hat. „Die Straßen waren okay“, berichtete Hans Beckers, der Geschäftsführer der Schützen, nach getaner Arbeit. „Umheimlich schlimm“ sei es hingegen am Bahndamm, der seit Jahr und Tag die „wildeste“ aller Müllkippen im Gemeindegebiet ist. Mit den Funden ließe sich ein Zimmer komplett renovieren, so Beckers. Auch „Klassiker“ wie eine mehr oder weniger komplette Badezimmereinrichtung fehlten in Widdeshoven und Umgebung in diesem Jahr nicht.
Der offizielle Schlusspunkt der Aktion wurde in der Gillbachschule gesetzt wurde, wo eine Stärkung auf de Helfer wartete.
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