Rommerskirchen (NGZO). 870 "jecke Wiever" feierten ausgelassen auf der "Große Mädchensitzung" der Karnevalsgesellschaft "Rut-Wieß" Rommerskirchen. Mitorganisator Friedel Abt: "Das war die beste Frauensitzung, die ich hier je gesehen habe."
Nächster Vorverkauf
Nach Karneval ist bei den Jecken von Rut-Wieß schon bald wieder vor Karneval. Dies gilt insbesondere für die "Große Mädchensitzung", die regelmäßig schon beim ersten Vorverkaufstermin ausverkauft ist. Karten für die Frauensitzung 2011 gibt es bereits am 19. März in der Kindertagesstätte Sonnenhaus an der Giller Straße.
Nicht weniger als 870 "jecke Wiever" im restlos ausverkauften "Gillbach-Gürzenich" bescherten der Karnevalsgesellschaft "Rut-Wieß" Rommerskirchen jetzt eines der Highlights nicht nur dieser Session. Friedel Abts, als Hausmeister Jahrzehnte lang von Berufs wegen für die Organisation des Spektakels mitverantwortlich und auch im Ruhestand noch "ehrenamtlich" dabei, sprach nach dem fünfstündigen Non-Stop-Programm von der "besten Frauensitzung, die ich hier je gesehen habe."
Und Abts muss es wissen, hat er doch seit 1991 keine einzige der "Große Mädchensitzungen" verpasst. Unter dem Sessionsmotto "Trotz Wirtschaftskrise un wenig Geld – mir Jecke fiere am Gillbach un op der ganzen Welt" hatten die Rut-Weiß-Jecken wieder einmal die allererste Garnitur des Kölner Karnevals anheuern können.
Auf dem Siedepunkt war die Stimmung dann beim Auftritt der "Höhner" , bei dem ausgelassen auf den Stühlen getanzt wurde. Nicht nur mit ihrem neuesten Hit "Schenk mir Dein Herz" zog die Kultband alle Register und wurde mit frenetischem Applaus erst nach mehreren Zugaben entlassen.
Gleich zu Beginn betätigte sich Martin Schopps mit seiner "Rednerschule" überaus erfolgreich als "Eisbrecher". Den Karneval und seine Protagonisten ebenso wie den Kölner an sich persiflierend, wurden sogleich schon einmal die Lachmuskeln gelockert, ehe beim Auftritt der "Räuber" andere karnevalistische Leibesübungen wie Tanzen und Schunkeln und natürlich das wie immer überaus textsichere Mitsingen gefragt waren: Nicht nur beim neuesten Karnevalshit "Sing Kölsche Jung" ging erstmals so richtig die Post ab.
Trompeter Bruce Kapusta zeigte anschließend, dass er auch als Sänger einiges drauf hat, ehe sich die "Beckendorfer Knallköpp" Rolf und Lydia Goliasch ein kernig kölsches Ehescharmützel lieferten. Seit Jahr und Tag Stammgäste der Frauensitzung sind die "Paveier", die auch diesmal das Stimmungsbarometer hoch trieben.
Rundweg gelungen war der Auftritt der "hauseigenen" Tanzgruppen "Gillbachsternchen" und "Dancing Eyes", die ihr Können vor dem Hintergrund einiger Willi-Ostermann-Klassiker unter Beweis stellten. Bauchredner Peter Kerscher lieferte sich einen irrwitzigen Wortwechsel mit seinem "alter ego".
Vor heimischer Kulisse trumpften die Rabaue auf, ob nun mit dem "Insellied", dem "Knutschbär" oder anderen Ohrwürmern. Das Tanzkorps der Kölner Karnevalsgesellschaft "Große Tollität Luftflotte" bot den Närrinnen einen virtuosen Auftritt, ehe die "Domstürmer" den Schlusspunkt setzte.
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