Rommerskirchen (NGZ). Das närrische Defilee in Rommerskirchen verzeichnete eine so große Teilnehmerschar wie noch nie: Insgesamt 45 Gruppen, viele von ihnen motorisiert, machten mit. Tausende Zuschauer säumten den Zugweg.
Schon bisher zählte der Karnevalszug der Jecken von "Rut-Wieß" Rommerskirchen zu den größten im weiten Umkreis, am Sonntag war ein neuer Rekord fällig: 45 Gruppen, viele von ihnen motorisiert, hat es bei dem Triumphzug der Karnevalisten jedenfalls bislang noch nicht gegeben.
Das Spektakel, das erneut Tausende von Zuschauern anlockte, stand erstmals unter dem Oberkommando von Ralf Konitza, nachdem der seit gut zwei Jahrzehnten amtierende Zugleiter Gerd Fuchs vergangenes Jahr seinen Abschied genommen hatte.
Vom Eckumer Berg bis zur Rommerskirchener Ortsmitte dauerte es wieder einmal gut anderthalb Stunden, wobei das Publikum sich über einen bis zuletzt überaus ergiebigen Kamellehagel freuen konnte. "Trotz Wirtschaftskrise un wenig Geld – mir Jecke fiere am Gillbach un op der ganzen Welt", lautete das Motto dieser Session.
Premiere beim "Zoch"
Erstmals mit von der Partie beim Rommerskirchener Karnevalszug war das Vanikumer Tambourkorps. Die Gruppe um Marion Mikolayczak hatte indes die Musikinstrumente zuhause gelassen und präsentierte sich als Trupp von "Scheinheiligen".
Gut 80 Zentner karnevalistischer Wurfmasse wurden unters Narrenvolk gebracht, das dem Winterwetter mit den probaten Hausmitteln entgegenwirkte und keineswegs an Unterkühlung litt. Die Eckumer Hobbymusikanten und das Ansteler Tambourkorps sorgten einmal mehr dafür, dass die Fußtruppen des Zugs mit adäquatem Marschsound versorgt wurden.
Bei den Verkleidungen waren neben den "klassischen" Motiven wie Piraten, Musketieren, Indianern und Mexikanern gab es auch tagesaktuelle Kostümierungen wie bei den "Eskimos außer Rand und Band im Gillbachland", den Schneemännern oder den "Snow-Girls", die freilich keinen Zweifel an ihrer Grundverfassung ließen: "Wir sind kalt und trotzdem heiß".
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