Die Bundesregierung zieht nicht mit (NGZO). Rommerskirchen (S.M.) Lange Gesichter gab es im Haupt- und Finanzausschuss jetzt bei Helmut Wiechert und Wilhelm Cremer, den Vorsitzenden der DJK Eintracht Hoeningen und der SG Rommerskirchen/Gilbach. Die von den Fußballern erhofften Kunstrasenplätze für Rommerskirchen und Hoeningen sollen nicht aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung finanziert werden: Dafür sprachen sich SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und UWG gegen die Stimmen der CDU aus.
Mittel aus dem Konjunkturpaket wären ein Grundstein für das den beiden Fußballvereinen vorschwebende Finanzierungskonzept für die Kunstrasenplätze gewesen. Warum eine Finanzierung aus dem Konjunkturpaket nicht sinnvoll sei, ließ Bürgermeister Albert Glöckner Kämmerer Hermann Schnitzler begründen: Eine mögliche Auftragsvergabe für zwei Kunstrasenplätze könne frühesten nach Inkrafttreten der Haushaltssatzung 2010 Ende Mai, Anfang Juni kommenden Jahres erfolgen, so Schnitzler. Dadurch sei jedoch "eine fristgerechte Umsetzung der Maßnahme nicht gewährleistet", betonte der Kämmerer. Schnitzler räumte später jedoch ein, dass die Projekte nicht bereits 2010 beendet sein müssten.
Die CDU hatte im Sommer beantragt, zwei Kunstrasenplätze anzulegen, wobei von Kosten in Höhe von jeweils 320 000 bis 340 000 Euro ausgegangen wurde. Rund 290 000 Euro sollten aus dem Konjunkturpaket und der Rest aus allgemeinen Haushaltsmitteln finanziert werden. Hermann Schnitzler zufolge wäre dies jedoch nur ein Einstieg in die Finanzierung: "Nach derzeitigem Kenntnisstand ist für die Anlegung von zwei Kunstrasenplätzen von einem Kostenvolumen von zirka einer Million Euro auszugehen."
Für CDU-Fraktionschef Wolfgang Könen ist der vom Juli datierende Beschlussvorschlag der Union "nicht abgearbeitet worden." Ein Ergebnis der seinerzeit eingesetzten Arbeitsgemeinschaft sei "bis heute nicht vorgelegt worden", so Könen. Ein Vorwurf, den Albert Glöckner mit dem Hinweis konterte, dass die CDU bei den Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft stets gefehlt habe. Worauf Wolfgang Könen erwiderte, dass CDU-Vertreter Helmut Wolff von der Absage eines Treffens zuvor nicht informiert worden sei. Gabi Paulus (CDU) stellte klar, dass sie zumindest bei einer Sitzung der Arbeitsgemeinschaft sehr wohl anwesend war. Sauer zeigte sich Könen darüber, dass das Ergebnis der Arbeitsgruppe erst im Dezember dem Rat vorgestellt werden soll.
Für die SPD warf deren Fraktionschef Heinz-Peter Gless Wolfgang Könen vor, auf Wahlkampfpositionen zu beharren. Gless erklärte, dass die Sozialdemokraten nicht grundsätzlich gegen Kunstrasenplätze seien, deren Finanzierung derzeit jedoch nicht machbar sei.
Vom Tisch ist das Thema mit der jetzigen Entscheidung im Hauptausschuss noch nicht. Wolfgang Könen zufolge prüft die CDU zurzeit, "ob sie das Verhalten des Bürgermeisters durch die Aufsichtsbehörden prüfen lässt."
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