Rommerskirchen (NGZ). Gabriele Cantaris war bislang in Rommerskirchen noch nicht allzu sehr in Erscheinung getreten. Heute lädt sie in Eckum zu einer Ausstellung ihrer Werke. Insgesamt 30 Skulpturen stellt sie in ihrem Garten aus.
Gemalt hat Gabriele Cantaris schon von frühester Jugend an – zur Bildhauerei kam sie durch ein Thema ihres Fachabiturs, das sie vor 16 Jahren in England ablegte: Insbesondere Modigliani und Brancusi hatten es ihr angetan. "Deren Werke gefielen mir so gut, dass ich es auch einmal mit der Bildhauerei versuchen wollte", sagt die Künstlerin, die heute von 11 bis 18 Uhr am Eckumer Berg 16 ihre Werke ausstellt. In Rommerskirchen hat Gabriele Cantaris bislang lediglich einmal im Bademöbelgeschäft "Casaidea" ausgestellt.
Zu sehen sein werden in ihrem Haus und ihrem Garten heute gut 30 große Skulpturen und zahlreiche kleinere, die seit Mitte der 90er Jahre entstanden sind. Allein sieben Skulpturen hat Gabriele Cantaris während dieses Jahres erstellt – selbst bei kleineren Stücken ist sie mindestens eine Woche beschäftigt. Darüber hinaus präsentiert sie heute auch ihre Bilder: Hier bevorzugt sie vor allem die Porträtmalerei, während die von ihr angefertigten Skulpturen in der überwiegenden Mehrzahl – vielfach antik anmutende – Frauenköpfe sind. Ausgestellt hat Gabriele Cantaris bislang auf dem Künstlermarkt Hilden ebenso wie beim Tag der Offenen Tür im Kloster Langwaden bei der Gärtnerei Gottstein.
Materialien
Vorzugsweise verwendet Gabriele Cantaris für ihre Skulpturen Kalkstein und Marmor, wobei sie einen Teil ihres Arbeitsmaterials aus England mitgebracht hat. Granit ist für sie wegen seiner sprichwörtlichen Härte "fast nicht brauchbar", zumindest dann, wenn es sich nicht um frisch" geschlagenen Granit handelt.
Etliche Ausstellungen mehr hat die gebürtige Rommerskirchenerin in England veranstaltet, wohin es sie der Liebe wegen verschlagen hat und wo sie 32 Jahre lang lebte. Dort hat sie auch Deutschkurse für Anfänger beim englischen Pendant der Volkshochschule (VHS) gegeben.
Englisch unterrichtet die 59-Jährige auch im Rahmen des Netzwerks 55 plus: Die aktuell zehn Teilnehmer, von denen einige ohne jegliche Vorkenntnisse gewesen seien, seien ganz fantastisch, ist Gabriele Cantaris voll des Lobes für den Lerneifer ihrer schon etwas betagteren Schüler, die sich jeden Donnerstag zwischen 14.30 und 16 Uhr im Caritasheim St. Elisabeth einfinden – wobei die Zahl der Mitwirkenden eigentlich genug sei, wie die vielseitige Netzwerkerin sagt.
Seit drei Jahren lebt die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau inzwischen wieder in Rommerskirchen, wo sie oft von ihren drei Söhnen aus England Besuch erhält. Hat sie sich in ihrer Jugend angesichts der nur unzureichenden Busverbindungen am Gillbach eher "eingeengt gefühlt", schätzt sie heute die ungeachtet aller Veränderungen doch noch vergleichsweise ländliche Atmosphäre und die damit einher gehende Ruhe. Ihr größter Wunsch für heute: Es möge nicht regnen, denn ein Großteil der Exponate soll in ihrem Garten ausgestellt werden. Folgeausstellungen sind geplant.
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